Freitag, 19. Oktober 2012

Bali


„No police watching“, sagte der indonesische Taxifahrer und bog rueckwaerts in die Einbahnstrasse ein und fuhr dann ueber eine rote Ampel. „No waiting. Good for you. Good form me“, fuegte er hinzu und ueberholte dann eine Mopeds, indem er auf die linke Strassenseite wechselte und sich nicht von den entgegenkommenden Mopeds irritieren liess, die sich rechts an ihm vorbeischlaengelten.

Ich bin in Bali angekommen!

Auf einer Insel, auf der es scheinbar keine Verkehrsregeln und eine mehr als grosszuegige Polizei gibt.

Um viertel vor 9 habe ich mich am 4. Oktober am Flughafen allein durch die Menschenmassen mit meinem Gepaeck bewegt, mir ein Visum fuer 250.000 Rupiah gekauft und meinen Koffer fuer zwei Wochen abgegeben.

Mir wird schwindlig, wenn ich die ganzen Nullen sehe.

Ich bin jetzt eine Backpacker-Millionaerin!

Ich habe dem Taxifahrer sicherlich zuviel Geld gegeben, nachdem ich gefuehlte einhundert Taxifahrer abgewimmelt und mir an der Taxistation ein Ticket gekauft habe. Letztendlich hat er mich durch seine Fahrweise so zum Lachen gebracht, dass ich ihm ein kleines Taxifahrervermoegen an Trinkgeld spendiert habe, weil ich die andere Waehrung noch nicht ganz durchblickt habe.

Nach dieser turbulenten Taxifahrt vorbei an unzaehligen Mopeds, staendigem Gehupe und Ignorieren jeglicher Verkehrsregeln bin ich dann in meinem Hostel angekommen, das eine idyllische Holzhuette ist und seinem Namen „Granny’s Hostel“ mehr als gerecht wird. Schoener als jedes Hostel in Australien. Mit weissen Himmelbetten, Bambusstaeben und angenehmem Licht. Eine Terrasse mit Blick auf den Garten, in dem riesige bunte Sitzkissen liegen und kleine Huetten mit Grasdaechern.

Ich werde versuchen, hier andere Backpacker kennen zu lernen und das Beste aus meinen zwei Wochen in einem voellig anderen Land mit einer voellig anderen Kultur zu machen.








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