„No police watching“, sagte
der indonesische Taxifahrer und bog rueckwaerts in die Einbahnstrasse ein und
fuhr dann ueber eine rote Ampel. „No waiting. Good for you. Good form me“,
fuegte er hinzu und ueberholte dann eine Mopeds, indem er auf die linke
Strassenseite wechselte und sich nicht von den entgegenkommenden Mopeds
irritieren liess, die sich rechts an ihm vorbeischlaengelten.
Ich bin in Bali angekommen!
Auf einer Insel, auf der es
scheinbar keine Verkehrsregeln und eine mehr als grosszuegige Polizei gibt.
Um viertel vor 9 habe ich
mich am 4. Oktober am Flughafen allein durch die Menschenmassen mit meinem Gepaeck
bewegt, mir ein Visum fuer 250.000 Rupiah gekauft und meinen Koffer fuer zwei
Wochen abgegeben.
Mir wird schwindlig, wenn
ich die ganzen Nullen sehe.
Ich bin jetzt eine
Backpacker-Millionaerin!
Ich habe dem Taxifahrer
sicherlich zuviel Geld gegeben, nachdem ich gefuehlte einhundert Taxifahrer
abgewimmelt und mir an der Taxistation ein Ticket gekauft habe. Letztendlich
hat er mich durch seine Fahrweise so zum Lachen gebracht, dass ich ihm ein
kleines Taxifahrervermoegen an Trinkgeld spendiert habe, weil ich die andere
Waehrung noch nicht ganz durchblickt habe.
Nach dieser turbulenten
Taxifahrt vorbei an unzaehligen Mopeds, staendigem Gehupe und Ignorieren
jeglicher Verkehrsregeln bin ich dann in meinem Hostel angekommen, das eine
idyllische Holzhuette ist und seinem Namen „Granny’s Hostel“ mehr als gerecht
wird. Schoener als jedes Hostel in Australien. Mit weissen Himmelbetten,
Bambusstaeben und angenehmem Licht. Eine Terrasse mit Blick auf den Garten, in
dem riesige bunte Sitzkissen liegen und kleine Huetten mit Grasdaechern.
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