Samstag, 26. November 2011

Es regnet... (23.11.2011)

…und es scheint gar nicht wieder aufzuhören. Gestern Morgen noch Sonnenschein, kurze Hose und T-Shirt und seit gestern Mittag nur noch strömender Regen bei 10°C. Regenwahrscheinlichkeit: 90%. Sommerfeeling: -20%. Gute Laune: 40%.  Leider können wir unsere Tour dadurch nicht so gestalten, wie wir es uns vorgestellt haben. Meine erste Woche in Australien schwimmt gerade davon…

Liegt vielleicht (oder sehr wahrscheinlich?) auch daran, dass wir kleidungstechnisch so gar nicht auf Regen vorbereitet waren und ich leider meine Pullover bei Lisa gelassen habe, weil ich bei Sonnenschein und 30°C angekommen bin. Wäre sicherlich klug gewesen, vorher mal einen Blick auf die Wettervorhersage zu werfen ;-)

Vorgestern waren wir in Mogo und haben uns eine Art Museum angeschaut (Goldminen-Stadt). Da hat die Sonne noch geschienen :-) Mir ist zum ersten Mal eine Echse über den Weg gelaufen, die ich direkt 10 Minuten verfolgt habe, weil es für mich so „far away from reality“ war. Hey, wo ist das Terrarium?! Achja, ich bin in Australien J Australien ist ab sofort mein persönliches Riesenterrarium und ich bin mittendrin. Ich sollte mich also einfach daran gewöhnen, dass Kakadus und Papageien hier das sind, was in Deutschland Meisen sind :)

"Goldmine" in Mogo





Gestern habe ich in Bateman’s Bay im Animal Park zum ersten Mal eine Koalafütterung miterlebt, Kängurus geknuddelt, ein Wombat gestreichelt, Pfaue gefüttert und eine Schlange angefasst.

 

Auf dem Foto sehe ich dabei noch recht glücklich aus, aber wenige Sekunden später , als die Schlange sich mit ihrem Kopf züngelnd in Richtung meines Gesichtes bewegt hat und ich sie nicht mehr richtig halten konnte, weil sie sich um eine Hand geschlängelt hat, habe ich sie mir vom Hals gerissen und panisch weggeworfen. Holger und Steffen haben gelacht („Mensch Julia, das Tier ist doch nicht gefährlich!“). Die Tierpflegerin im Hintergrund des Fotos hätte mich am liebsten erwürgt („That was radical, girl!“). Mir tat es und tut es immer noch Leid für das Tier und ich habe mich über mich selbst und diese unkluge Reaktion geärgert. Wenn die Schlange sich nicht im Laufe der Zeit so an das „Vorführen“ gewöhnt hätte, hätte ich vermutlich angesichts der natürlichen Reaktion des Tieres ein Problem gehabt, das weitaus schlimmer gewesen wäre als die Tatsache, dass das Tier auf mein Gesicht zugekommen ist. 
 
Abgesehen von der Schlangen-Aktion (über die ich inzwischen allerdings auch wieder schmunzeln kann), war es ein sehr schöner Tag. Kängurus sind übrigens tatsächlich so flauschig, wie ich vermutet habe ;-)







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