…mussten wir heute.
Urspruenglich wollten wir 2 Wochen
hier bei Joe und Carol arbeiten, um dann zurueck nach Northhampton zur Zucchinifarm
zu gehen. Wir hatten bis heute Mittag keine Rueckmeldung der Farmerin erhalten
und haben uns in den letzten Tagen daher im Internet nach anderen Jobs
umgesehen und Joe und Carol eine weitere Woche Arbeit zugesagt. Dabei habe ich
Gemma, eine Englaenderin, kennen gelernt, die ebenfalls auf der Suche nach
einem Job auf ihrem Weg Richtung Norden ist und hierfuer ein paar Tage im
Hostel bleibt. Heute Mittag hat dann wider Erwarten die Zucchinifarmerin Sebastian
zurueckgerufen und ihm einen Job ab Sonntag zugesagt. Da es nur eine freie
Stelle gibt, haben wir eine Weile diskutiert bis wir zu der Entscheidung
gekommen sind, dass wir ab Sonntag getrennte Wege gehen werden.
Wir haben festgestellt, dass unsere Interessen zu
verschieden sind. Eine getrennte Weiterreise ist fuer uns beide der bessere Weg
auch wenn wir uns in Deutschland oder Oesterreich wiedersehen moechten und
bislang eine gute Zeit zusammen hatten. Ich moechte ungern Joe und Carol
haengen lassen. Zum einen, weil sie unglaublich viel fuer uns getan und
insbesondere mir (finanziell) weitergeholfen und uns gleichzeitig eine schoene
Zeit in Kalbarri sowie eine schoene Unterkunft ermoeglicht haben. Zum anderen
moechte ich nach meiner Erfahrung mit Owen und Lisa ungern einen weiteren Rauswurf und eine unbezahlte
Arbeitswoche riskieren, weil ich das Geld dringend benoetige.
Sebastian moechte auf jeden Fall am Sonntag gehen, weil
er fuer sein 2nd year visa einen Farmjob benoetigt. Jeder Tag mit einem anderen
Job erhoeht fuer ihn den Zeitdruck, weil er 3 Monate Farmwork leisten muss und sich
dafuer keine Arbeitsmoeglichkeit in dieser Hinsicht entgehen lassen will. Es ist
fuer ihn der einfachste Weg, den Job auf der Zucchinifarm anzunehmen anstatt im
Norden (im Extremfall erfolglos) nach einem anderen Farmjob zu suchen. Zudem
moechte ich ungern zurueck Richtung Sueden waehrend ihm durch sein zweites Jahr
noch genuegend Zeit bleibt, zu einem spaeteren Zeitpunkt in den Norden zurueckzukehren.
Es ist fuer uns beide unguenstig, uns die Arbeitszeit auf der Zucchinifarm zu teilen
(das waere laut Farmerin moeglich). Ich bin mir sicher, dass es woanders einen
Job gibt, bei dem wir beide viel verdienen und genuegend Stunden arbeiten
koennen. Das Problem ist allerdings, dass wir nicht wissen, wie lange es
dauert, einen solchen Job zu finden. Dadurch dass ich kein 2nd year visa
beantragen moechte, kann ich jeden Job annehmen und habe dadurch mehr
Moeglichkeiten als Sebastian, im Norden einen Job zu finden und bin dadurch
auch weniger aengstlich, dass es schiefgehen koennte (das wird es auch nicht! J ). Sebastian wird daher den
Job auf der Zucchinifarm annehmen und Kalbarri am Sonntag verlassen. Ich werde eine
weitere Woche bei Joe und Carol arbeiten und entweder in dieser Zeit einen Job
im Norden finden oder andernfalls zusammen mit Gemma in einer Woche Richtung
Norden reisen und in Carnarvon vor Ort weitersuchen bzw. in ein Working Hostel
gehen.
Gluecklicherweise hat sich Joe bereiterklaert, auch Gemma Unterkunft
gegen eine Stunde Arbeitszeit zu ermoeglichen sodass ich nicht alleine
weiterziehen muss. Da Joe allerdings jemanden gefunden hat, der den Job dauerhaft
uebernehmen moechte (und dies fuer ihn natuerlich Prioritaet hat), hat er eine
Weile nachgedacht und letztendlich unser Angebot angenommen, das Hostel ein
wenig zu verschoenern und die Aussen- und Innenfassade zu streichen ;-) Gemma
konnte ihn sogar ueberreden, sie ein Bild auf die Aussenfassade malen zu lassen
und daher werden wir eine Woche keine Cleaner, sondern Painter sein und uns
dadurch etwas Geld fuer unsere gemeinsame Weiterreise verdienen J
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