Freitag, 15. Juni 2012

Zukunftsentscheidungen treffen...


…mussten wir heute.

 Urspruenglich wollten wir 2 Wochen hier bei Joe und Carol arbeiten, um dann zurueck nach Northhampton zur Zucchinifarm zu gehen. Wir hatten bis heute Mittag keine Rueckmeldung der Farmerin erhalten und haben uns in den letzten Tagen daher im Internet nach anderen Jobs umgesehen und Joe und Carol eine weitere Woche Arbeit zugesagt. Dabei habe ich Gemma, eine Englaenderin, kennen gelernt, die ebenfalls auf der Suche nach einem Job auf ihrem Weg Richtung Norden ist und hierfuer ein paar Tage im Hostel bleibt. Heute Mittag hat dann wider Erwarten die Zucchinifarmerin Sebastian zurueckgerufen und ihm einen Job ab Sonntag zugesagt. Da es nur eine freie Stelle gibt, haben wir eine Weile diskutiert bis wir zu der Entscheidung gekommen sind, dass wir ab Sonntag getrennte Wege gehen werden.

Wir haben festgestellt, dass unsere Interessen zu verschieden sind. Eine getrennte Weiterreise ist fuer uns beide der bessere Weg auch wenn wir uns in Deutschland oder Oesterreich wiedersehen moechten und bislang eine gute Zeit zusammen hatten. Ich moechte ungern Joe und Carol haengen lassen. Zum einen, weil sie unglaublich viel fuer uns getan und insbesondere mir (finanziell) weitergeholfen und uns gleichzeitig eine schoene Zeit in Kalbarri sowie eine schoene Unterkunft ermoeglicht haben. Zum anderen moechte ich nach meiner Erfahrung mit Owen und Lisa ungern  einen weiteren Rauswurf und eine unbezahlte Arbeitswoche riskieren, weil ich das Geld dringend benoetige.

Sebastian moechte auf jeden Fall am Sonntag gehen, weil er fuer sein 2nd year visa einen Farmjob benoetigt. Jeder Tag mit einem anderen Job erhoeht fuer ihn den Zeitdruck, weil er 3 Monate Farmwork leisten muss und sich dafuer keine Arbeitsmoeglichkeit in dieser Hinsicht entgehen lassen will. Es ist fuer ihn der einfachste Weg, den Job auf der Zucchinifarm anzunehmen anstatt im Norden (im Extremfall erfolglos) nach einem anderen Farmjob zu suchen. Zudem moechte ich ungern zurueck Richtung Sueden waehrend ihm durch sein zweites Jahr noch genuegend Zeit bleibt, zu einem spaeteren Zeitpunkt in den Norden zurueckzukehren. Es ist fuer uns beide unguenstig, uns die Arbeitszeit auf der Zucchinifarm zu teilen (das waere laut Farmerin moeglich). Ich bin mir sicher, dass es woanders einen Job gibt, bei dem wir beide viel verdienen und genuegend Stunden arbeiten koennen. Das Problem ist allerdings, dass wir nicht wissen, wie lange es dauert, einen solchen Job zu finden. Dadurch dass ich kein 2nd year visa beantragen moechte, kann ich jeden Job annehmen und habe dadurch mehr Moeglichkeiten als Sebastian, im Norden einen Job zu finden und bin dadurch auch weniger aengstlich, dass es schiefgehen koennte (das wird es auch nicht! J ). Sebastian wird daher den Job auf der Zucchinifarm annehmen und Kalbarri am Sonntag verlassen. Ich werde eine weitere Woche bei Joe und Carol arbeiten und entweder in dieser Zeit einen Job im Norden finden oder andernfalls zusammen mit Gemma in einer Woche Richtung Norden reisen und in Carnarvon vor Ort weitersuchen bzw. in ein Working Hostel gehen. 

Gluecklicherweise hat sich Joe bereiterklaert, auch Gemma Unterkunft gegen eine Stunde Arbeitszeit zu ermoeglichen sodass ich nicht alleine weiterziehen muss. Da Joe allerdings jemanden gefunden hat, der den Job dauerhaft uebernehmen moechte (und dies fuer ihn natuerlich Prioritaet hat), hat er eine Weile nachgedacht und letztendlich unser Angebot angenommen, das Hostel ein wenig zu verschoenern und die Aussen- und Innenfassade zu streichen ;-) Gemma konnte ihn sogar ueberreden, sie ein Bild auf die Aussenfassade malen zu lassen und daher werden wir eine Woche keine Cleaner, sondern Painter sein und uns dadurch etwas Geld fuer unsere gemeinsame Weiterreise verdienen J

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