Nach 2 Tagen in Coron mit dem besten Sonnenuntergang, den ich je gesehen habe, muss ich Brendan und Mariana leider verlassen, weil ich von Coron zurück nach Manila fliege.
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Ich hüpfe aus dem Taxi, schnappe mir meinen Rucksack und gehe zum Eingang des Flughafens in Coron, der mitten im Nirgendwo liegt und von außen eher wie eine leerstehende alte Turnhalle aussieht. Vor dem Eingang ein Security Officer: No pass, no entry. Ich halte dem Mann mein Handy mit einem Screenshot des Tickets unter die Nase (das reicht hier) und betrete das Gebäude. Ein nicht funktionierendes Rollband mit nicht funktionierendem Röntgengerät "Machine broken. Please open bags for manual inspection". Hinter dem Scanner eine Frau, die sich in goldenem Handspiegel gerade ihren Lippenstift nachzieht und daneben 3 weitere Frauen in Uniform auf Plastikstühlen. "Please open your bag", sagt Officer 1, legt den goldenen Spiegel aus der Hand und zieht sich graue Handschuhe an. Ich lege meinen Rucksack auf die Holzbank. Die Frau öffnet meine Tasche, wühlt ein bisschen unmotiviert darin herum und bleibt dann bei meinem kleinen grauen Täschchen hängen. Sie öffnet den Reißverschluss, kramt ein wenig herum. Schaut sich meine Wimperntusche an und nimmt dann mein Lipgloss mit den Worten "Oh, nice colour" in die Hand. Dann schließt sie meine Tasche und sagt "OK" und zeigt auf den Durchgang zur Halle. Mit meinem Backpack auf dem Rücken betrete ich die Halle (seltsam, dass der gar nicht durchsucht wurde).
"Sorry Maaaam, 2kg overweight", sagt der AirJet-Mitarbeiter und zeigt auf die Waage. Ich öffne meine Tasche, packe meine Sportschuhe und eine Jacke in mein Handgepäck. "10.1kg MAAAAAAM.OK." Anschließend spaziert eine der Mitarbeiterin über die Waage (sie wiegt 67.5 kg) hinter den Schalter und drückt mir mein Ticket in die Hand. "Miss Julia, seat 2B please. Boarding time 12:25."
2B? Das kann ja wieder lustig werden. Ich bin gespannt, wie wenig Sitze der Flieger dieses Mal hat.
Bevor ich in die Wartehalle gehe, verlasse ich noch einmal den Flughafen und trinke draußen auf dem Feld in einem seltsam dekorierten Restaurant einen 3-in-1-Instantkaffee (ihr könnt euch nicht vorstellen, wie sehr ich mich schon auf richtigen Kaffee freue!).
Anschließend spaziere ich wieder durch die Gepäckkontrolle ("Its ok Maaaaam. Already checked") in die Wartehalle, bezahle 2 € Flughafengebühr und setze mich auf einen der Plastikstühle. Dann beobachte ich durch die dreckige Glasscheibe, wie Mitarbeiter einzelne Gepäckstücke in den 32-Mann-Flieger packen, der bereits 10 Meter vor der Glasscheibe geparkt wartet.
Der Flughafen in El Nido war schon interessant, aber wie verrückt ist dieser Flughafen bitte?!
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Angekommen in Manila, fahre ich mit einem Taxi zum Red Planet Hotel, wo ich mich mit Wesley wiedertreffen möchte. Da es allerdings insgesamt 6 Red Planet Hotels in Manila gibt, fahre ich leider zum falschen Hotel und beschließe dann, mir erstmal woanders ein Zimmer für meine letzte Nacht zu buchen. Ich buche online ein Hotel in der Nähe und nehme mir dann ein Taxi.
Weil Wesley den ganzen Tag krank im Hotel verbracht und deswegen nicht geantwortet hat, beende ich meine Reise mit einem Dinner fo One im Restaurant meines Hotels und lasse mir noch einmal durch den Kopf gehen, was ich alles erlebt habe.
20 Tage
19 Nächte
11 Unterkünfte
8 Flüge
6 Inseln
5 Fahrten mit der Fähre
Mindestens 20 Tuktukfahrten
1 Rollerfahrt
4 Schnorcheltrips
1 Tauchgang
Wasserfälle, Strand, Schnorcheln, Sonnenuntergänge, Walhaie, Mangoshakes, Chocolate Mountains, Aussichtsplattformen, Feiern, lustige Tuktukfahrten, kalte Duschen, Instantkaffee und tausend Tränen, die ich mit Mariana gelacht habe.
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Ich bin jetzt supererholt, braungebrannt und einfach nur happy, dass ich das hier alles erleben durfte.
Ich freue mich jetzt auf mein Fitnessstudio, richtigen Kaffee, warme Duschen, vernünftiges Essen, ein weiches Bett und eine Bettdecke für mich ganz allein, saubere Kleidung und meine eigenen 4 Wände. Auf den Weihnachtsmarkt, vorweihnachtliche Stimmung, meine Freunde und meine Familie und Alltag und darauf, nicht mehr aus dem Rucksack zu leben.
Die Philippinen sind ein perfekter Mix aus Entspannung, Strand, , Party, Schnorcheln, Tauchen und Natur und jeder, der hier nicht gerade auf der Suche nach leckerem Essen herfliegt, wird hier definitiv eine tolle Zeit haben. Man sollte vorsichtig sein, aber auch nichts überdramatisieren.
Ich hatte eine unvergessliche Zeit mit einem spontanen Reiseplan, den ich nicht selbst kreiert habe und einer Seelenverwandten, die ich unbedingt in Brasilien wiedersehen muss. Hätte ich alles vorher geplant, wäre meine Reise völlig anders gewesen, aber das Schicksal hat wieder dafür gesorgt, dass es eine der besten war, die ich je gemacht habe.
Ich hoffe, ich konnte euch ein kleines Gefühl dafür geben, wie die Philippinen sind und dass es sich lohnt, einfach mal ohne große Planung in den Flieger zu steigen. Ich fliege jetzt mit zahlreichen neuen Kontakten, neuen Reisezielen und tausend Erinnerungen im Gepäck zurück nach Deutschland, treffe für einen perfekten Reiseabschluss Bart am Flughafen in Amsterdam wieder und freue mich schon auf meine nächste Reise.
21 Flüge in 2016.
Liebes 2017, da geht noch mehr ;-)


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