Ich hebe mein Backpack vom Boden auf und folge den Schildern zu Gate D. Irgendwie fühlt es sich wie eine Erleichterung an, endlich wieder reisen zu können. Zu wissen, dass ich 2015 noch mit ein paar zusätzlichen unvergesslichen Momenten und Erinnerungen füllen kann, von denen ich jetzt noch gar nicht weiß, welche es sein werden.
Ich klicke mich ein wenig durch die Playlist auf meinem Handy, die ich vor einigen Stunden erstellt und „Sri Lanka“ genannt habe. Wenn ich die Lieder nur oft genug höre, dann werde ich sie genauso mit Sri-Lanka-Momenten verbinden, wie „MGMT-Kids“ mich an das Ende meines Aupairdaseins und „Don’t wake me up“ an meine Aboriginal-zeit bei Wayne erinnert, weil es das einzige Lied war, was er auf seinem Handy hatte und immer und immer wieder abgespielt hat.
„Lego House“ von Ed Sheeran verbinde ich übrigens trotzdem mit der Thailand-Erinnerung an die kotzenden Japaner auf der Fähre nach Krabi, obwohl ich den MP3-Player bei der Stelle „I’m gonna pick up the pieces and build a lego house“ ausgeschaltet habe, weil ich es unpassend fand, diesen Song zu hören, während ein benutzter Zipper-Kotzbeutel vor meinen Füßen liegt…
Und Justin Bieber erinnert mich ebenfalls auch heute noch an meine seltsame Fahrt per Anhalter durch das Zentrum Australiens, bei dem der schmierige Typ mit den Dreadlocks mir das Gefühl gegeben hat, dass es das Ende meiner Reise ist (* dieser Blogeintrag musste leider zum Schutz ängstlicher Eltern gelöscht werden). Justin Bieber passt dazu aber trotzdem ganz gut und überlebt habe ich auch wie man sieht!
Umso besser also, dass ich jetzt ohnehin nur schöne Songs in meine Playlist gepackt habe und somit nichts schiefgehen kann.
Und da ich nach Sri Lanka und nicht nach (denkt euch ein gefährliches Land aus) fliege, stehen die Chancen außerdem nochmal besser, dass wirklich nichts schiefgehen kann.
„Warum eigentlich Sri Lanka?“
Weil der Flug so unfassbar günstig war, dass ich ein Depp gewesen wäre, wenn ich nicht gebucht hätte (exakt so viel wie 2 GEZ-Jahresbeiträge minus 100…obwohl die GEZ deutlich weniger Spaß verspricht).
„Und was machst du da?“
Finden wir es doch einfach gemeinsam heraus!
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