Freitag, 17. August 2012

Auf allen Vieren durch das Kuerbisfeld


Es ist verrueckt, aber irgendwie mag ich diese Arbeit. Es ist so eine besondere Erfahrung! Inzwischen bin ich selbst bei der monotonsten Arbeit so gluecklich, dass ich laechelnd durch das Feld wandere. Gestern mussten wir zum Beispiel Unkraut jaeten. Bedeutet, dass wir das Unkraut entlang der kuerzlich gesaeten Kuerbispflaenzchen entfernen mussten. Wir sind wie Babys entlang der weissen Plastikplane von Pflanze zu Pflanze gekrabbelt. Es sah so witzig aus, dass ich die ersten 10 Minuten nur gelacht habe, wenn eine andere Person aus meinem Team ploetzlich neben mir gekrabbelt ist. 

4 Stunden haben wir diese Art von Arbeit verrichtet. “This is mind destroying work”, hat der Farmer gesagt, als er uns mit seinem weissen Auto zum Feld gefahren hat. 10 Leute in einem Jeep mit 5 Sitzen und ein Gewehr zwischen mir und dem Farmer. Was fuer ein Bild!
Inzwischen habe ich keine Angst mehr um mein Dasein auf der Farm. Ich habe einige nette Worte mit Dave und Ruth gewechselt. Sollte ich -wider Erwarten- doch ploetzlich aus irgendeinem Grund gekuendigt werden, dann weiss ich zumindest, dass ich in jeder Sekunde Farmarbeit mein Bestes gegeben habe.

Heute war die Arbeit uebrigens nicht weniger seltsam. Wir Maedels sollten Kuerbispflanzen saen und dazu 2 Felder untersuchen und dort etwas pflanzen, wo nicht bereits etwas gewachsen war. Ein weiterer Spaziergang entlang der weissen Plane.

Buecken. Kuerbiskern in die Erde druecken. Mit Erde bedecken. Aufstehen. Weiterlaufen. 

Wiederholung. Wiederholung. 

Naechste Reihe.

Die Arbeit ist extrem monoton, aber irgendwie zaubert mir gerade das manchmal ein Laecheln ins Gesicht. Es ist eine so spannende und aussergewoehnliche Erfahrung. Wer haette gedacht, dass ich jemals auf einer Kuerbis- und Wassermelonenfarm in Australien arbeiten und dort die stumpfsinnigste Arbeit meines Lebens verrichten wuerde?
Wenn ich mir meine eigenen Fotos anschaue, kann ich nicht glauben, dass ich das hier mache und muss ueber mich selbst lachen. 

Ich mag Farmarbeit.

Ich will noch ein paar Wochen bleiben.










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