Ich bin schon 1 Woche
auf der Farm! Die Zeit vergeht wieder einmal schneller als ich ueberhaupt
darueber nachdenken kann, wie lange ich hier bleiben moechte. Ich habe mich an
die Arbeit gewoehnt. Meine Arme und Beine sehen wieder halbwegs normal aus.
Beim Kuerbiswaschen war ich heute so gut gelaunt, dass ich gesungen habe (wir
hoeren Radio, wenn wir am Fliessband stehen). Ich habe herausgefunden, wie ich
die Kuerbisse auf das Band legen, wann ich den Container mit Hilfe eines Besens
leeren und wie ich die Kuerbisse vor dem Fliessband stapeln muss. Wir waren
extrem schnell und mussten das Fliessband kein einziges Mal anhalten.
Danach habe ich zum
ersten Mal Wassermelonen geschnitten und gesammelt. Ich weiss jetzt 100%ig,
woran man eine reife Wassermelone erkennt und werde dieses Wissen sicher
nutzen, wenn ich zurueck in Deutschland bin :-) Einige Melonen wiegen 15Kilo und es ist ganz schoen
schwer, sie auf das 1,5m hohe Fliessband zu stemmen. Ich bevorzuge definitiv
die Kuerbisse, auch wenn man sich beim Kuerbissammeln pro Feld wegen der
hoeheren Kuerbisanzahl etwa 5x so haeufig buecken muss. Da ich ohnehin zum
Kuerbisteam gehoere, mache ich mir ueber die Wassermelonen nicht so viele
Gedanken. Es war eine interessante Erfahrung, wird aber eher die Ausnahme
bleiben :-)
Ich bin heute so viele
Kilometer durch Kuerbis- und Wassermelonenfelder gewandert. Wir mussten die
bereits gepflueckten Felder ablaufen und nach weiteren reifen Kuerbissen und
Wassermelonen durchsuchen. Wenig Arbeit. Es war bezahltes Spazierengehen bei
mehr als 30 Grad. Wir haben herumgealbert und uns wie Kinder beim
Ostereiersuchen gefreut, wenn wir zwischen all den Kuerbispflanzen einen reifen
Kuerbis entdeckt haben. Ich habe mich so sehr an das Buecken gewoehnt, dass es mir heute seltsam vorkam, durch 7 bereits gepflueckte Felder zu laufen (der
Farmer hat 200 Hektar Land). Ich bin dabei schon so braun geworden!
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