Montag, 13. August 2012

Farmwork- Tag 3


Ende gut, alles gut. Ich kann bleiben. Es ist mir ein Stein vom Herzen gefallen, als Ruth mir mitgeteilt hat, dass ich einen Arbeitsvertrag ausfuellen muss. Ich bin also erst einmal abgesichert. Es fuehlt sich gut an. Trotz Rueckenschmerzen. Trotz kaputten Haenden und Beinen und trotz schrecklicher Nacht, in der mir wieder einmal zu kalt war. Mein Schlafsack ist offensichtlich nicht dick genug. Egal.

Ich bin finanziell gesehen wieder einmal abgesichert, habe wieder ein Dach ueber dem Kopf und kann ein Bett bekommen. Was fuer eine Erleichterung.

Ich werde das hier durchziehen- egal was kommt. Ich bin jetzt Teil eines tollen Teams und ich kann die Erfahrung machen, die ich machen wollte. Wir sind 12 Leute : 2 Belgier, 1 Ire, 1 Kanadier, 7 Frazosen und ich als Einzige Deutsche. Ich wurde sehr herzlich in das Team aufgenommen und jeder hilft, wo es nur geht. Es schweisst scheinbar zusammen, wenn alle dasselbe « Schicksal » teilen.

Es war heute zwar immer noch extrem anstrengend, aber ich konnte mich wenigstens emotional etwas entspannen nachdem ich mittags wusste, dass ich bleiben darf. Wir haben ganze 25 Container Kuerbisse gewaschen und wieder einmal Kuerbisse auf dem Feld abgeschnitten und mit dem Trecker eingesammelt. Ich wurde dem Kuerbisteam zugeteilt und die beiden anderen Maedels sammeln jetzt Wassermelonen. Tariq, Nicolas, Dowson, Thibaut und ich sind jetzt ein Team.

Wir haben zunaechst japanische fussballgrosse Kuerbisse gesammelt und dann medizinballgrosse graue Kuerbisse geschnitten und gesammelt. Ich habe etwa 200 graue Kuerbisse auf das Fliessband gehievt .  Mamma mia… ganz schoen harte Arbeit.  Hallo Ruecken .  Hallo Haende.

Dennoch habe ich mich schon etwas an die Arbeit gewoehnt. Es war besser als gestern. Ich stehe nicht mehr unter ganz soviel Druck. Ich weiss jetzt, dass ich hier sein darf. Ich muss mich nicht mehr verstecken.

Es gibt sicherlich bessere Jobs, aber dies ist eine besondere Erfahrung. Ich wollte diese Erfahrung und habe mich bewusst hierfuer entschieden. Ich bekomme umgerechnet fast 18 Euro pro Stunde. Wenn ich in ein paar Woche auf Bali in der Sone liege, dann werde ich es umso mehr geniessen und sagen, dass all die harte Arbeit es mehr als wert war.

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