"Hey Julia, how are you going?", fragte Les mich floskelhaft als ich am Sonntag im Waescheraum einen Berg Bettlaken in den Trockner stopfte. "Are you stil planning to see Uluru?"
Er erklaerte mir, dass er wolle, dass ich von Montag bis Mittwoch 3 Tage nicht arbeite, da er ab Montag eine neue Mitarbeiterin eingestellt haette, fuer die er Arbeit benoetige. (Bedeutet, dass ich 3 Tage gehen soll, damit die Neue meinen Job fuer den Anfang uebernehmen kann, da er andernfalls keine Beschaeftigung fuer sie hat). Ich war nicht besonders erfreut ueber die Tatsache, dass eine Entscheidung ueber meine freien Tage ueber meinen Kopf hinweg getroffen wurde, da ich urspruenglich plante, meine fuenf Wochen Arbeitszeit ohne freie Tage zu beenden um anschliessend auf dem Weg Richtung Norden Ayers Rock im Zentrum Australiens zu sehen.
Nach wenigen Saetzen stellte ich unueberrascht fest, dass ich keine andere Wahl hatte, als ab Montag 3 Urlaubstage zu nehmen, da Les die Entscheidung bereits ohne Ruecksicht auf mein Interesse getroffen hatte. Ich war nicht einmal sonderlich verwundert, da am selben Tag der zweite Koch innerhalb von 2 Wochen gefeuert und der dritte neue Mitarbeiter eingestellt wurde.
Ich versuchte daher, moeglichst schnell eine Entscheidung zu treffen, was ich an meinen 3 Tagen machen wuerde und blickte mich um. Ich wusste, dass Rebel frei hatte und nach Alice Springs fahren wollte. Aus dem Augenwinkel erblickte ich, wie sie ihre Sachen vor ihrer "Wohnung" in ihr blaues Auto packte.
"Can I join Rebel for a trip to Alice Springs and be finished with work now?",fragte ich Les, der zu meiner Verwunderung "Yes" sagte und mir anbot, den Rest meiner Arbeit zu erledigen.
Ich hatte nur wenige Minuten, um meine Sachen fuer 3 Tage zu packen und keine Ahnung, was ich in Alice Springs 270km noerdlich des Roadhouses machen und wie ich am Mittwoch zurueckkommen wuerde; wusste aber, dass ich nicht 3 Tage nichtstuend in Kulgera verbringen wollte.
Ich rannte in mein Zimmer und stopfte willkuerlich Kleidung in meine Reisetasche und einen Schlafsack in meinen Rucksack.
Nur 10 Minuten spaeter war ich mit Rebel auf dem Weg Richtung Alice Springs und hatte 270km Zeit, mir zu ueberlegen, was ich machen wollte und hoffte, alles eingepackt zu haben, was ich brauchen wuerde.
Angekommen in Alice Springs tranken Rebel und ich einen Kaffee und sie fuhr mich daraufhin zum naechsten Hostel. Ich buchte Unterkunft fuer denselben Tag, meinen Heissluftballonflug fuer Dienstag und verbrachte meinen Abend mit anderen Backpackern am Pool.
Am naechsten Tag buchte ich eine 2. Nacht im selben Hostel und beschloss, zu den anderen Hostels zu laufen, um mir einen Lift zum Ayers Rock und zurueck Richtung Sueden zu organisieren. Ich hing einen Zettel an jedes Notizbrett. Zufaelligerweise fand ich eine Notiz von einer Franzoesin namens Emeline, die wie ich einen Lift zum Ayers Rock suchte und rief sie an. 5 Minuten spaeter trafen wir uns an der Rezeption.
Wir beschlossen, gemeinsam nach einem Lift zu suchen und andernfalls per Anhalter zu fahren.
Den Rest des Tages verbrachte ich in der Stadt. Ich machte einen Didgeridoo-Workshop und traf mich am Abend mit Emeline fuer einen gemeinsamen Kamelritt, den ich spontan gebucht hatte.
Da wir keine anderen Backpacker mit Auto gefunden hatten, verabredeten wir uns fuer den naechsten Tag um 9 Uhr am Hostel nach meinem Heissluftballonflug um gemeinsam per Anhalter Richtung Sueden zu fahren.
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