Samstag, 22. September 2012

Per Anhalter zum Ayers Rock

Meine australische Gluecksstraehne hat mich innerhalb von 3 Tagen zum Ayers Rock, Kata Tjuta und Kings Canyon gebracht und ich habe sogar problemos einen Lift zurueck nach Kulgera gefunden, sodass ich nach meinen freien Tagen wieder rechtzeitig am Roadhouse war.

Am Dienstag stand ich um 9.30 Uhr mit Emeline und einem Pappschild am Stuart-Highway auf der Strassenseite, die Richtung Sueden fuehrte. Da mein Heissluftballonflug leider aufgrund des Windes ausfallen musste, konnte ich mich bereits eine Stunde eher mit ihr am Hostel treffen. Emeline hatte am Montag einen Pferderitt gebucht, der sich als Wanderung durch den Busch entpuppte (sie muss wohl etwas falsch verstanden haben) und dabei eine franzoesische Reisefuehrerin kennen gelernt. Da Emeline die einzige Teilnehmerin und zufaelligerweise auch Franzoesin ist, erzaehlte sie der Reisefuehrerin von unseren Plaenen. Diese bot ihr daraufhin an, uns 10km von der Stadtmitte bis zum Highway zu fahren und holte uns am Dienstagmorgen um 9 Uhr am Hostel ab.

Nur 5 Stunden spaeter waren Emeline und ich mehr als 500km per Anhalter (ja, Mama, ich weiss...) gereist und am Campingplatz in der Naehe des Ayers Rock angekommen. Ein Australier (Anfang 20) nahm uns nach nur 10 Minuten Wartezeit mit zur naechsten Tankstelle, wo uns 2 junge Maenner (ca. Ende 20) aufsammelten und bis nach Erldunda zur Kreuzung Stuart-HWY (Richtung Sueden)/Leicester HWY (Richtung Ayers Rock) fuhren. Von dort aus bekamen wir einen Lift von einer (Zufall oh Zufall) franzoesischen Familie, die uns ganze 250km mitnahm und sich ueber die Gesellschaft freute.








Die Familie war unglaublich nett und nahm uns nicht nur mit zum Campingplatz (Emeline hatte ein Zelt und ich hatte gluecklicherweise meinen Schlafsack eingepackt), sondern holte uns sogar dort 3 Stunden spaeter wieder ab, um gemeinsam mit uns zum abgelegenen "Sunset viewing point" fuer den Sonnenuntergang zu.



Emeline und ich haben nach dem Sonnenuntergag auf dem Campingplatz alle moeglichen Backpacker angequatscht und zufaelligerweise eine Kanadierin und einen Englaender gefunden, die uns am naechsten Morgen mit zum Ayers Rock fuer den Sonnenaufgang nahmen. Da sie planten, am Donnerstag zum Kings Canyon zu fahren, rief ich Les an, um herauszufinden, ob ich tatsaechlich am Donnerstag wieder arbeiten koennte. Ich musste feststellen (hallo Roadhouse), dass er ohne mein Wissen aus meinen 3 freien Tagen 4 gemacht hatte. Ich haette veraergert sein koennen, aber freute mich ueber diesen gluecklichen Zufall und beschloss, mit Emeline, Emma und Adam Richtung Kings Canyon zu fahren.

Ich haette niemals gedacht, dass ich in Australien so viel sehen und meinen Weg bis in das Zentrum machen wuerde. 

Gegen Mittag fuhren wir dann gemeinsam nach einer extrem anstrengenden Wanderung auf (!) Ayers Rock nach Kata Tjuta zu den Olgas (eine weitere Felsformation) und verbrachten die Nacht auf einem Campingplatz in der Naehe des Kings Canyon.

Am Donnerstag wanderten wir 10km durch Kings Canyon. Da Adam und Emma zufaelligerweise ausgerechnet eine Uebernachtung in Kulgera geplant hatten, nahmen sie mich den gesamten Weg mit zurueck und ich war am Freitag wieder puenktlich bei der Arbeit. Emeline wurde von Erldunda aus innerhalb von 10 Minuten von einer Familie mit Richtung Alice Springs genommen.

Es ist unglaublich, dass ich wieder einmal zur richtigen Zeit am richtigen Ort mit und bei den richtigen Leuten war. Ich habe innerhalb von nur 4 Tagen Alice Springs gesehen, einen Didgeridoo-Workshop und einen Kamelritt gemacht, bin auf den Ayers Rock geklettert, um die Olgas gewandert und habe einen Tag am Kings Canyon verbracht. Ich habe in 4 Tagen mehr als 1000km ohne eigenes Zelt und Auto zurueckgelegt und bin wieder einmal durch Zufaelle und eine riesige Portion Glueck genau dort hingekommen, wo ich hinwollte.

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