Freitag, 25. November 2016

2 Tage mit Debbie


Nach einer erholsamen Nacht (der Typ aus dem alten Hostel aus dem Bett unter mir ist witzigerweise inzwischen auch hier) und einem richtig guten Frühstück im Hostel verbringe ich die nächsten zwei Tage hauptsächlich mit Debbie. Wir machen am ersten Tag eine Bootstour um die Insel, gehen schnorcheln und essen zusammen mit anderen Backpackern aus England, Australien, Schweden, Slowenien und Frankreich eine Torte, weil Debbie zu ihrem 45.Geburtstag für alle eine Karamelltorte gekauft hat. Sitzen abends auf bunten Kissen am Strand im Sand und unterhalten uns stundenlang bis die Sonne den Strand in goldenes Licht taucht und die vielen Boote nur noch als schwarze Umrisse am Horizont zu erkennen sind.










Ich bin so froh, dass ich dieses seltsame Hostel direkt verlassen habe und jetzt hier bin. Und ich bin so froh, dass ich direkt jemanden getroffen habe, mit dem ich so eine gute Zeit haben kann.

Das Coole an Backpacking ist einfach, dass man so viele völlig unterschiedliche Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern von überall auf der Welt kennen lernt. Und dass man viel schneller als in Deutschland Menschen begegnet, mit denen man sich auf Anhieb irgendwie blind versteht als würde man sie schon ewig kennen. Egal wo sie herkommen, was sie beruflich machen oder wie alt sie sind.

Dank Debbie habe ich plötzlich auch eine neue Reiseroute und 3 weitere Inlandsflüge. Wir sind zusammen ins Reisebüro gegangen und dann habe ich einfach alles gebucht, was sie mir empfohlen hat: "Julia, du musst nach Cebu, um die Walhaie und die Chocolate Mountains zu sehen. Und wenn es zeitlich passt, dann flieg noch nach Palawan. Achja...Coron ist auch richtig schön. Passt das noch in deinen Plan?"

Ich habe keinen Plan- bisher zumindest nicht. Und ich habe noch keinen einzigen Blick in meinen Reiseführer geworfen, den ich mir einen Tag vor Abflug gekauft habe. Wenn ich ehrlich bin, dann weiß ich gerade nicht einmal, wo genau diese Insel überhaupt von Manila aus betrachtet liegt.

Klingt ziemlich verrückt, aber wenn man keinen festen Plan hat, hat man auch keinen Zeitdruck, von einem Ort zum nächsten sprinten zu müssen. Man hat keine To-Do-Liste, die man abhaken will. Davon hat man ja jeden Tag im Beruf schon genug. Man hat keine Erwartung, bestimmte Dinge unbedingt sehen zu müssen. Und man ist am Ende niemals entäuscht, etwas verpasst zu haben, weil man mit der Erwartung "einfach eine gute Zeit haben" gar keine Enttäuschungen erleben kann, wenn man die Dinge einfach passieren lässt.
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"Just book it!", sage ich zu der dunkelhaarigen Frau mit Zahnspange, die mir über den Tresen der "Cebu Pacific Travel Agency" einen Taschenrechner mit einem Flugpreis unter die Nase hält.

Ich fliege nach Cebu, dann nach Palawan (El Nido), fahre anschliend mit der Fähre nach Coron und fliege am 3.Dezember zurück nach Manila um am 5. Dezember nach insgesamt 8!Flügen in 17 Tagen für nur insgesamt 740 € wieder im kalten Deutschland anzukommen.

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