"What`s your name, MAAAAAM?" (immer dieses MAAAAM. Wer hat das diesen ganzen Leuten auf diesen mehr als 7000 Inseln so beigebracht?), fragt er und streckt seine Hand aus.
Kann ich in diesem Land nicht einmal Kaffee trinken ohne von irgendwelchen Vollpfosten angelabert zu werden?
Ich antworte "Julia" und starre wieder aus dem Fenster. "My name Alain", grinst er und mir fällt auf, dass er ungefähr so viele Zähne hat wie die Senioren mit Gebiss, wenn sie ihr Gebiss gerade nicht tragen. Also keine.
"You got husband?", fährt er fort und "I know I am not a womanizer" (nein, das bist du definitiv nicht) "but I am looking for a wife and when I saw you I was "WOOOOOW, you nice girl ma friend." Ich grinse. "Ja, natürlich habe ich einen Mann."
Kann ich jetzt endlich meinen Kaffee trinken? Bitte?
"How about children?", fährt er fort. Ich frage mich, warum ich nicht einfach den Shop verlasse, aber irgendwie ist das gerade witzig. "Ja, natürlich habe ich Kinder" (genauso wie alle philippinischen Frauen bin ich nämlich auch mit 19 schwanger geworden). Ich lächle zufrieden. "Oh. Nice. What you children names?", fragt er. Ich überlege kurz und sage dann: "Jeremy-Dustin-Kevin and Cheyenne-Ashley-Tiffany und trinke noch einen Schluck Kaffee, um meinen inneren Lachanfall zu verbergen. "Oh wow, beautiful name", erwidert er. "I also have German friend. His name APU." Ich muss lachen. "Why you laughin ma friend?" "Nur so", sage ich, stehe auf, schnappe mir eine Flasche Wasser aus einem der Kühlschränke und bezahle an der Kasse.
Und dann verlasse ich mit einem "Sorry, ich muss jetzt gehen...meine Kinder warten auf mich" grinsend den Shop.
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Ich setze mir meine Taucherbrille auf und springe vom Boot. Dann schnorchle ich einige Zeit durch das kristallklare Wasser bis ich neben einem Surfbrett auftauche. Auf dem Surfbrett ein Mann mit rotem SELECTA-Shirt (die philippinische Version von Langnese), einer weißen Styroporbox und einem Paddel in der Hand. "Hey MAAAAAAM" (Ahhhhh, nicht schon wieder!) "you want ice cream, MISSIIIIIS?"
Dass die Filipinos einem ständig etwas verkaufen wollen, ist mir klar, aber welcher Idiot kommt auf die Idee, schnorchelnden Touristen Eis zu verkaufen?
"No, thanks. Hab leider beim Schnorcheln gerade kein Geld dabei", antworte ich verwirrt-amüsiert und tauche wieder ab. Und dann stelle ich mir vor, wie ich mir im Wasser ein Eis gekauft hätte und dann samt Schnorchelausrüstung mit einem Wassereis durchs Wasser schwimme und das Eis stückchenweise oben in meinen Schnorchel werfe und schwimme lachend davon. Meine philippinische Geschäftsidee lautet jetzt: Handtuchverkauf an Taucher auf offenem Meer.
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Ich laufe durch den Supermarkt auf der Suche nach Milch für meinen Kaffee, den ich mir bei McDonalds kaufen möchte (hier gibt es leider überall nur Kondensmilchpulver). Vor dem Kaffeeregal ein Einkaufswagen mit gefühlt 200 Einzelpackungen Instantnudeln, Getränkepulver und Maggi-Fertigessen.
Nachdem ich mich zunächst frage, wie man so viel Schrott kaufen kann, erblicke ich zwischen den ganzen Tüten dunkle Haare. "Ist da ein Kind im Einkaufswagen?", frage ich die Frau mit den schulterlangen glatten Haaren. "Ja, sie mag das voll gerne. Es ist richtig gemütlich zwischen den ganzen Tüten."
McDonalds Menücheck: Ich kann mich kaum entscheiden. Ich glaube, heute gönne ich mir mal McSpaghetti, McRice (ein in Hamburgerpapier engewickelter Klumpen Reis) und anschließend eine Coke McFloat (Cola mit einem Topping aus McSundae Eis und Schokoladensoße) oder eine Extreme Green Sprite Mc Float. Na dann mal guten Appetit.
Lieber doch nicht. Ich nehme einfach nur Kaffee.
Wusstet ihr, dass hier übrigens ALLES nur mit Gabel + Löffel gegessen wird und es keine Messer gibt? Wenn die Löffel zu schwach sind, um sie wie ein Messer zu verwenden (warum nicht gleich ein Messer?), dann kann man alternativ die Hände benutzen. Fragt mich nicht nach dem Sinn, aber ich bin gestern wieder minimal ausgerastet,als ich ein Stück Hähnchen mit einem Löffel schneiden musste und die Hähnchenbrust über den halben Tisch geflogen und dann auf dem Boden gelandet ist und ich -besprenkelt mit Marinade- etwas anderes bestellt habe.
Außerdem werden im McDonalds ein paar Bestellungen von Frauen mit blauer Schirmmütze aufgenommen während man in der Schlange wartet. Schirmmützenfrau 1 kritzelt dann die Bestellung auf den Zettel und sobald man an der Reihe ist, gibt man Schirmmützenfrau 2 an der Kasse den Zettel, die die Schrift von Schirmmützenfrau 1 eh nicht lesen kann, erneut nach der Bestellung fragt und es dann in die Kasse eingibt. Dann druckt Schirmmützenfrau 2 die Bestellung aus, drückt sie Mitarbeiter 3 in die Hand, der sich mit 6 weiteren Mitarbeitern an die Eismaschine drängelt und dann Mitarbeiterin 2 das Eis git damit sie es mir geben kann. Spart auf jeden Fall unfassbar viel Zeit.
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Flughafenlogik: Beim Boardingaufruf in Cebu werden wir alle in einen Bus geladen. Der Bus fährt exakt 20 Meter zum Flieger (ein paar Leute, die nicht in den Bus passten, durften sogar laufen olé olé). Dann wird ein roter Teppich vom Bus zum Flieger ausgerollt und wir können einsteigen.
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To be continued ...


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