Unsere Malerarbeiten im Hostel sind beendet. Es ist der 4.Juli. Ganze 4 Wochen war ich in Kalbarri bei Joe und Carol. Die Zeit vergeht so unglaublich schnell! Wir haben 6 Zimmer, 4 Badezimmer, 1 Flur, die komplette Rezeption, 2 Treppengelaender, eine Aussenwand, etwa 35 Fussleisten, eine Tischplatte und 9 Tueren gestrichen und Gemma hat "Nature's Window" (eine Felsformation im Nationalpark in Kalbarri) auf eine Aussenwand des Hostels gezaubert. Ich haette nicht gedacht, dass wir soviel schaffen wuerden und bin froh, dass die letzte Wand gestrichen ist. Wieder einmal wird mir bewusst, wie schnell die Zeit vergeht! Zwischendurch haben wir uns Kalbarri angesehen und haben uns von einer der Klippen im Nationalpark abgeseilt
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Auf der einen Seite fuehlt es sich alles so an, als waere ich erst wenige Wochen hier. Auf der anderen Seite habe ich allerdings schon soviel erlebt, dass ich es kaum glauben kann, erst 7,5 Monate hier zu sein. Ich habe schon einiges an der Westkueste gesehen und nun sind wir endlich auf dem Weg Richtung Norden. Eigentlich waeren wir schon gestern losgefahren, wenn uns nicht das hollaendische Paerchen, das uns mitnehmen wollte, einfach "vergessen" haette. Das Problem am Backpackerdasein ist, dass man sich nie auf andere verlassen kann und im Endeffekt ohnehin alles anders kommt, als geplant. Ich habe mich schon daran gewoehnt, im Stich gelassen zu werden und sehe es mittlerweile als Chance, zu lernen, mit unerwarteten Situationen umzugehen und schnelle Loesungen zu finden ohne direkt in Panik zu geraten, weil ein Plan mal wieder nicht funktioniert hat.
Jetzt (natuerlich nicht JETZT, sondern als ich diesen Eintrag vorgeschrieben habe) sitzen wir mit einem Pappschild am Strassenrand und versuchen, per Anhalter Richtung Norden zu kommen. "Please take us north. Will share fuel $", haben wir auf unser Schild geschrieben und hoffen nun, dass jemand anhaelt und uns zu den Whalesharks bringt. Ausserdem haben wir in Kalbarri ueberall Aushaenge gemacht, falls es mit dem Trampen nicht funktionieren solte. Joe hat uns am Highway abgesetzt, um unsere Chancen zu erhoehen. Er hat uns versprochen, dass er uns wieder abholt, wenn uns niemand mitnehmen mag.
Mama, du wuerdest sagen, dass ich auf mich aufpassen soll und mal wieder ziemlich unvernuenftig bin und mein Schicksal herausfordere und immer noch einen Schritt weiter gehe. Ich weiss es :-) Es ist aber ohnehin schon zu spaet. Wir sitzen hier schon seit 40 Minuten. Es wird schon alles gut gehen! Bislang hat immer alles funktioniert.

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