Montag, 16. Juli 2012

Von Kalbarri nach Denham per Anhalter

5. Juli. Nachdem wir 3 Stunden am Strassenrand sassen, haben wir aufgegeben und Joe hat uns eingesammelt und zurueck zum Hostel gefahren. Wir haetten eher auf die Idee kommen sollen, per Anhalter zu fahren und haben es daher am naechsten Tag ganz frueh morgens noch einmal versucht. Bei den Caravanparks muss man um spaetestens 10 seinen Standplatz verlassen, wenn man keine weitere Nacht bleiben will und somit ist die Wahrscheinlichkeit, nachmittags aufgesammelt zu werden, ziemlich gering, weil die meisten Touristen morgens weiterfahren.Nach einer weiteren Verabschiedung von Joe und einem letzten Kaffee im Hostel haben wir uns daher gegen 8 Uhr morgens gegenueber vom Supermarkt auf den Weg gesetzt. Tatsaechlich hat eine australische Familie nach nur 20 Minuten angehalten und uns mitgenommen. Gemma und ich sassen die ganze Fahrt grinsend auf der Rueckbank links und rechts von dem 3-jaehrigen Jack, der sich darueber gefreut hat, von uns unterhalten zu werden. Ich habe es schon fast ein wenig vermisst, von Kindern umgeben zu sein und konnte endlich wieder herumalbern und mit Jack spielen. Ich haette nicht gedacht, dass meine erste Fahrt per Anhalter so ein Gluecksgriff sein wuerde! Auf dem Weg ist uns auf dem Highway bei 110km/h jedoch ein Reifen geplatzt, der danach in Fetzen auf der Strasse lag. Gluecklicherweise ist nichts passiert und wir sind nach einem Reifenwechsel gegen Nachmittag heil in Denham angekommen. Auf dem Weg haben wir ausserdem einen kurzen Zwischenstop bei "Shell Beach" gemacht. Ein wunderschoener Strand, der nicht aus Sand, sondern aus vielen kleinen Muscheln besteht, die ueber Jahre hinweg an Land gespuelt wurden.





Nach einer Nacht im Hostel und einem gemuetlichen Abend mit der australischen Familie im Pub sind wir am naechsten Tag nach Monkey Mia gefahren, um uns dort die Fuetterung der wilden Delfine anzusehen. Kurz nach dem Sonnenaufgang standen wir mit den Fuessen im Wasser am Strand und haben zugesehen, wie etwa 10 Delfine ihre Bahnen zogen. Anschliessend sind Gemma und ich 6km um/durch die "Little Lagoon" und zurueck zum Hostel gelaufen.






Little Lagoon



 Wie der Zufall und mein anhaltendes Glueck es moeglich machen, haben Gemma und ich am Nachmittag dann auf unserem Weg um und durch die "Little Lagoon" einen Anruf von zwei anderen Backpackern erhalten, die ueber Joe in Kalbarri erfahren haben, dass wir eine Mitfahrgelegenheit nach Exmouth suchen.

Markus und Corinna waren zufaelligerweise mit ihrem blauen Van gerade in Denham angekommen und wollten wie wir am naechsten Tag Richtung Carnarvon fahren. Wir haben uns im Hostel auf einen Kaffee getroffen, (Aerger kassiert, weil sie sich eine kostenlose Dusche in unserem Zimmer erschlichen haben) und beschlossen, gemeinsam am naechsten Morgen weiter zu fahren.

Traumhafter Ausblick auf unserem Weg




Am naechsten Tag sind wir dann bis nach Carnarvon gekommen und haben auf dem Weg im Dunkeln ein kleines Kaenguru angefahren. Wir mussten unerwartet zu viert am Strassenrand campen, weil in Carnarvon aufgrund der Farmarbeit alle Hostels ausgebucht waren. Der Van war nicht darauf ausgelegt, 4 Personen eine Schlafmoeglichkeit zu bieten. Es war daher ziemlich unbequem - insbesondere fuer Gemma, die als kleinste von uns freiwillig auf den beiden Vordersitzen schlafen wollte und am naechsten Tag extrem schlecht gelaunt war. Leider hat sich ihre schlechte Laune durch den Tag gezogen und die Stimmung war ziemlich angespannt, als wir am Abend in Coral Bay ins Hostel eingecheckt sind. Sie wollte sich weder an gemeinsamen Rechnungen beteiligen, noch weiterhin mit Markus und Corinna reisen, weil es ihr zum einen nicht schnell genug Richtung Norden ging und sie sich zum anderen nicht vorstellen konnte, mit 3 Menschen derselben Nationalitaet zu reisen. Sie haette sich einen weiteren Englaender oder Australier gewuenscht. Nachdem ihr ein Englaender im Hostel dann eine Mitfahrgelegenheit fuer den kommenden Tag nach Exmouth angeboten hat, hat sie diesem ohne Ruecksprache mit uns sofort zugesagt und sich ausgeklinkt. Wir haben daraufhin beschlossen, uns in Exmouth wieder zu treffen.

Carnarvon


Gemma, Corinna, ich

Bananenplantage


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