Wisst ihr was? Ich bin jetzt eine Backpacker-Millionärin. 1 Euro sind ungefähr 15.000 Rupien und ich habe direkt meine erste Million abgehoben ohne dass Geldautomat explodiert ist. Bei den ganzen Nullen und Geldscheinen wird mir ein bisschen schwindlig. Fühlt es sich so an, wenn man reich ist?!
Vielleicht.
Ich benutze meine Währungsapp, als wir im Borneo Homestay in Senggigi ankommen. 87.500 pro Nacht. 5,51€. Inklusive Frühstück! Wenn das kein Schnäppchen ist. In Deutschland hätte ich mir dafür vielleicht bei Starbucks einen großen Caramel Frappuccino mit doppelt Sahne kaufen können.
Ich muss allerdings zugeben, dass dieser Ort auch nicht mehr als 5,51€ wert ist. Zumindest ist man kalt geduscht auch mit ein bisschen Schlafmangel direkt hellwach und nach 3 Stücken verbranntem Toast mit einem Esslöffel Rührei und einem Kaffee mit ¼ Kaffeesatz hat man die tollen Dinge des Tages auch nach dem Frühstück noch vor sich. Man muss es einfach positiv und mit ein wenig Humor nehmen.
Ich will ja schließlich nicht den Komfort eines 5-Sterne-Hotels. Ich will die Erfahrung.
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Heute habe ich meinem Namen als „Sleepy Julia“ –wie mich Mariana auf den Philippinen genannt hat – wieder alle Ehre gemacht. In Deutschland hüpfe ich immer von A nach B wie eine wildgewordene Stabheuschrecke und sitze keine 5 Minuten still, aber im Urlaub kann ich superleicht entspannen und wirklich überall schlafen. Wirklich überall. Am Flughafen auf dem Fußboden wie in Dubai, in einem Zelt ohne Luftmatratze wie in Australien oder einfach dort, wo ich sonst gerade bin. Auch wenn mir das manchmal ein wenig zum lustigen Verhängnis wird. Zum Beispiel, als ich in Sri Lanka im Tuktuk eingeschlafen bin und mich der Fahrer wild durch die ganze Stadt gefahren und sich am Ende über die hohe Kilometerzahl und den Umsatz seines Lebens gefreut hat. Oder als ich in einem Bus 10 km außerhalb der Stadt erst an der Endhaltestelle aufgewacht bin und dann ein Tuktuk zurück nehmen musste, weil es der letzte Bus war.Oder als ich in Thailand mit Mimi auf dem Weg von Bangkok nach Pattaya eingeschlafen bin und dann im Halbschlaf mit ihnen Nachts in geistiger Umnachtung frittierten Hühnerarsch an einer Tankstelle gegessen habe.
Oder oder oder.
Gestern zum Beispiel bin ich erst im Flieger nach Lombok eingeschlafen und wurde mit einem „CHICKEEEEEN with soy sauce or CHICKEEEEN with chili sauce?!“ von der indonesischen Stewardess mit hoher Fiepsstimme geweckt. Und dann bin ich im Massagesalon bei der Massage eingeschlafen und erst wieder wach geworden, als die Masseurin mit dem weinroten Sari mein Bein mit Öl eingerieben und so extrem geknetet hat, dass ich heute blaue Flecken an den Waden habe. Heute bin ich dann bei einem Bootstrip mit Manon einfach am Strand eingeschlafen und mit Sonnenbrand an den Schultern wieder aufgewacht.
Man könnte also sagen: Ich bin tiefenentspannt. Es gibt nichts, was mich so sehr erholt und glücklich macht, wie Reisen.
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Die nächsten Tage werden bestimmt alles andere als tiefenentspannt, aber dafür eine echte Erfahrung: Ich klettere auf den zweithöchsten Vulkan Indonesiens! Nein Mama, nicht das Ding, was kurz vor der Explosion (nein…Eruption) steht, sondern den anderen Vulkan auf der Nachbarinsel. Auch wenn es mir vermutlich zuzutrauen wäre, dass ich auf einen kurz vor dem Ausbruch stehenden Vulkan klettern möchte, werde ich nicht auf den Gunung Agung auf Bali, sondern auf Mount Rinjani klettern.
3.726 Höhenmeter . Letzter Ausbruch: 2010. Die Wahrscheinlichkeit ist also gering, dass ich in die Luft fliege. 3 Tage, jeden Tag 7-8 Stunden wandern und eine Übernachtung im Zelt kurz vor dem Gipfel. Und falls ihr jetzt denkt, dass ich da mit Flipflops hochlaufe: Die Profi-Wanderausrüstung – oder zumindest ein paar Schuhe und eine warme Jacke – habe ich mir direkt ausgeliehen. Ich kann es kaum erwarten und werde euch berichten, wenn ich wieder unten angekommen bin.





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