Julia:
„Linksverkehr, Julia“, erinnere ich mich als ich an der Gabelung stehenbleibe und mich umschaue. Linksverkehr heißt, du musst auf jeden Fall auf der linken und nicht der rechten Straßenseite ankommen, wenn du jetzt rechts abbiegst.
Ich halte an und beobachte den Verkehr.
Auf der ganzen Insel ist kaum was los, aber links erblicke ich ein paar Rollerfahrer, die näherkommen. Ich beschließe, zu warten bis die Straße wieder frei ist, weil wir nach etwa 2 Kilometern zum ersten Mal abbiegen müssen.
Chris ist bereits auf der anderen Straßenseite und düst davon.
Marieke:
Ich denke mir: „Okay Marieke, du musst jetzt nach links schauen und gucken, ob noch Fahrzeuge kommen, auf die du achten musst.“
Auf der anderen Straßenseite steht ein Tuk-Tuk und versperrt mir die Sicht. Deswegen fahre ich schon halb auf die Straße, um die andere Straßenseite besser einsehen zu können.
Ich erblicke mehrere Rollerfahrer, die noch etwas weiter entfernt sind…allerdings auch nicht mehr ganz so weit. Da ich jetzt schon halb auf der Straße stehe und Bedenken habe, dass die Rollerfahrer mich gleich umbrettern, denke ich: „Du musst jetzt schnell weiterfahren!“
Das ist für mich ja easy, weil ich jetzt weiß, wie man Gas gibt.
Julia:
Die Rollerfahrer kommen so langsam näher und plötzlich fährt meine Schwester, die etwa zwei Meter vor mir in der Mitte der Straße gehalten hat, los.
Bevor ich den Gedanken „Was zum Teufel machst du da?!“, zu Ende denken und aussprechen kann, sehe ich, wie Marieke statt rechts abzubiegen einfach stumpf geradeaus weiterfährt und direkt auf die Büsche an der gegenüberliegenden Straßenseite zusteuert.
Ich frage mich, ob hier irgendwo eine versteckte Kamera ist.
Marieke:
Ich setze also zur Fahrt an, um möglichst schnell vor den anderen Rollerfahrern auf die andere Straßenseite zu kommen. Ich denke: „Nicht, dass die über mich rüberbrettern!“
Also gebe ich Gas.
Ich merke aber recht schnell: DAS war wohl zu viel Gas, Marieke!
Dann komme ich links von der Straße ab.
Julia:
Ich beobachte, wie Marieke einige Meter neben der Straße auf Schotter und Sand weiterfährt während ich immer noch - jetzt aber mit offenem Mund und weit aufgerissenen Augen- warte und mich frage, was hier gerade abgeht.
Jeder normale Mensch hätte spätestens an dieser Stelle die Bremse betätigt, aber sie gibt stattdessen nochmal ordentlich Gas und steuert jetzt direkt auf die weiße Infotafel zu, die links am Straßenrand steht.
Marieke:
Ich verliere irgendwie das Gleichgewicht und komme links von der Straße ab. Dabei wollte ich doch eigentlich rechts abbiegen! Ich düse ein paar Meter über den Schotter und dann kommt auch schon eine weiße Infotafel am linken Straßenrand immer näher.
Julia:
„Ist nicht wahr!“, denke ich als Marieke ungebremst auf die Infotafel zusteuert.
4 Meter
3 Meter
2 Meter
1 Meter
…
KLONK!
Marieke ist soeben tatsächlich mit ihrem Kokosnussschalenhelm mit dem Kopf gegen die in die Jahre gekommene Tafel gecrasht, auf der die Abfahrtzeiten für die Fähre abgebildet sind. „Das kann doch alles nicht wahr sein!“, denke ich und reibe mir innerlich verblüfft die Augen.
Marieke:
Als die Infotafel näherkommt, ziehe ich vor Schreck das Gaspedal aus Versehen noch weiter nach hinten und fahre mit Vollspeed gegen die Infotafel. Fragt mich nicht, warum.
Aus Reflex ducke ich zum Glück meinen Kopf nach unten, so dass ich Gott sei Dank mit dem stabilen Kokosschalenhelm statt mit meinem Gesicht gegen die Infotafel knalle, auf die ich gerade unfreiwillig zugesteuert bin statt ordnungsgemäß abzubiegen.
Julia:
Nachdem der Kokosschalenhelm offenbar seinen Dienst getan hat und nicht in tausend Teile zerscheppert ist, rutscht der Roller unter der Tafel hindurch und kommt durch den Hügel, der sich hinter der Tafel befindet, zum Stehen. Marieke fällt - nachdem sie gerade erfolgreich mit ihrem Gesicht gebremst hat- seitlich vom Roller auf den Boden.
Der Roller liegt jetzt unter der Infotafel, meine Schwester davor auf dem Boden.
Das ist der Moment, in dem ich denke und auch laut sage:
„WAS ZUR HÖLLE TUST DU DA?!“
Ich warte immer noch auf der anderen Straßenseite und lasse vor Schreck fast meinen Roller fallen.
Man hätte die soeben passierte Szene problemlos in einer Reportage über die dümmsten Roller-Unfälle Thailands als Paradebeispiel für dumme Backpacker-Unfälle präsentieren können.
Ruhig bleiben, Julia.
Alles wird gut.
Marieke:
Ich weiß nicht mehr ganz genau, was danach passiert, aber ich muss wohl durch den Aufprall an der Tafel vom Roller gerissen worden sein und bin dann auf meine rechte Seite geknallt.
Da liege ich nun am Boden und denke: „Fuck Marieke, das war wohl ETWAS zu schnell.“
Dann höre ich schon Julia, die sagt: „Was zur Hölle tust du da?!“
Julia:
Ich bleibe ganz ruhig und versuche zu begreifen, was genau da eigentlich gerade passiert ist. Eigentlich wollten wir doch nur ganz entspannt rechts abbiegen!
„Alles okay, Mary?“, frage ich vorsichtig. Ich bin gerade auf der anderen Straßenseite angekommen und habe meinen Roller abgestellt.
Marieke ist inzwischen aufgestanden. An ihrer schwarzen Musselinbluse hängen lauter weiße Fetzen von der Infotafel mit dem porösen Aufdruck, gegen den sie soeben gefahren ist. Sie sieht aus, als ob sie gerade eine Wohnung kernsaniert hätte und ihr der Putz von der Decke aufs Shirt gerieselt wäre.
Marieke schaut mich völlig entgeistert an. Ich glaube, dass sie genau wie ich nicht weiß oder versteht, was gerade eigentlich passiert ist.
Hinter uns haben inzwischen ein paar andere Rollerfahrer geparkt und schlagen besorgt die Hände über dem Kopf zusammen.
„Is she okay?“
„Ich glaube schon“, sagt Marieke und fasst sich an die Rippen.
Marieke:
Meine nächsten Gedanken sind: Hoffentlich habe ich noch alle Zähne und es hängt nichts komisch von meinem Körper herunter. Ich weiß nicht, ob ich durch meinen Schock vielleicht irgendwelche Schmerzen gerade nicht so doll spüre oder ob alles ok ist. Dann sehe ich schon neben mir mehrere andere Rollerfahrer und Julia, die schnell zu mir gekommen sind. Sie fragen mich, ob sie einen Krankenwagen rufen sollen. Von weitem muss meine Fahrt mit dem Roller gegen das Schild wohl ganz schön schlimm ausgesehen haben.
Dann sage ich: „OH NEIN. Jetzt hatte Mama auch noch Recht!“
Julia:
Als ich Marieke die Infotafelschildreste von der Bluse klopfe, scanne ich ihren Körper. Ich entdecke eine blutende Wunde unter dem rechten Knie.
„Oh…hier blutet es“, sage ich. Doch Mariekes erster Gedanke gilt nicht etwa ihren Verletzungen, sondern der Feststellung, dass Mama uns das Rollerfahren nicht umsonst verbieten wollte.
Wir müssen beide kurz lachen und dann frage ich: „Ist alles gut? Ist dir schlecht? Du hast ja gerade ziemlich hart mit deinem Kopf gebremst!“
Die anderen Leute fragen uns erneut, ob sie einen Krankenwagen rufen sollen.
Marieke:
Ich sage: „Nein!“ und denke: „HIER würde ich auf gar keinen Fall ins Krankenhaus gehen. Wer weiß, was die da mit mir anstellen!“
Ich merke direkt, dass ich bei dem Gedanken daran fast keine Luft mehr bekomme und mir beim Atmen mein Brustkorb wehtut. Dann versuche ich, mich nicht reinzusteigern und langsamer zu atmen, um nicht zu hyperventilieren. Ich denke mir: Alles kommt immer so, wie es kommen muss. Und auch jetzt wird alles so kommen, wie es kommen soll. Alles wird gut gehen.
Die anderen Leute fragen wiederholt, ob sie wirklich keinen Krankenwagen rufen sollen. Ich sage freundlich: „No, thank you!“
Julia:
Jetzt realisiert auch Chris, dass gerade etwas passiert ist und dreht um.
„Das ist bestimmt nur eine Prellung“, vermutet sie als Marieke wiederholt sagt, dass ihre Rippen wehtun.
„Zeig mal deine Zähne“, fordere ich Marieke auf und bin erleichtert als sie mich angrinst und nur ein bisschen Dreck vom sandigen Boden zum Vorschein kommt.
Marieke:
Wir laufen auf die andere Straßenseite zu einer weißen Bank vor einer Apotheke. Dort kann ich mich erstmal hinsetzen. Eine Französin hat mir bereits eine Cola gekauft damit ich schnell etwas Zuckerhaltiges trinke, falls mir doch komisch wird.
Da sitze ich nun also mit meinem Musselinhemd voller Infotafelplastikfetzen und Kraut und Sand und frage mich, ob es vielleicht noch eine verdeckte Stelle an meinem Körper gibt, die doch verletzt ist.
Julia:
Also eins haben meine Schwester und ich ja gemeinsam: Es ist der bedingungslose Glaube daran, dass immer alles gut wird.
Dennoch möchte ich dieses Mal meinen Verstand einsetzen.
Erstens: Ich glaube, dass es eine Fügung des Schicksals ist, dass wir ausgerechnet gegenüber von einer Apotheke gecrasht sind und die süße Apothekenfrau direkt mit einem Verband kommt, um die Wunde am Schienbein abzudecken.
Zweitens: Durch Josies Reitmalheur in Bali habe ich bereits Erfahrung mit dem Besuch von Krankenhäusern im Ausland.
Also bestehe ich darauf, dass wir ins Krankenhaus fahren, um den ganzen Körper einmal abchecken zu lassen. Es lohnt sich, vorsichtig zu sein. Mit offenen Wunden ist in Ländern wie Thailand und Co. definitiv nicht zu spaßen. Außerdem können wir dann herausfinden, ob mit dem Kopf und Rücken alles in Ordnung ist.
Marieke:
Ich schaue meine Beine an und sehe, dass mein Oberschenkel aufgeschürft ist. Danach schaue ich auf mein rechtes Knie und sehe einen kleinen Hautlappen unter meinem Knie abstehen.
„Okay, das habe ich vor zwei Jahren an Vatertag bereits erlebt“, denke ich. Auch dort musste ich in die Notaufnahme. Mein Knie musste aber zum Glück nicht genäht werden. Damals habe ich mich besoffen mit dem Fahrrad auf die Fresse gelatzt und die Mutter einer Freundin musste mich nachts mitnehmen.
Zu meinem Glück verlor ich dann auch noch meinen Rucksack und Mama - Entschuldigung nochmal dafür - durfte ihn am nächsten Morgen mit mir in ganz Möhlenwarf suchen und ist dafür mit mir durchs Dorf gefahren. Auch da hat man mal wieder gesehen: Das Glück ist mit den Dummen. Denn siehe da: Mein Rucksack lag alleingelassen vor einem Haus und es war noch alles drin, was ich am Vortag dabei hatte.
Ich denke mir also: „Okay…beim letzten Mal sah es ähnlich aus. Wird schon nicht so schlimm sein.“ Mit dem Unterschied, dass ich beim letzten Mal gefühlt 15 Promille hatte und deshalb auch nicht ganzzz so viel gespürt habe. Jetzt tun meine Rippen doch schon ziemlich weh und Julia erwähnt, dass mein Knie auch ein bisschen schlimm aussieht und blutet.
Während ich die Cola trinke, kommt die süße Apothekerin mit Verbandsmittel und Desinfektionszeug und verarztet direkt vorsorglich mein Knie. Das ist ja wieder ein Zufall, dass ich direkt vor der Apotheke gecrasht bin!
Da sitze ich nun also und weiß immer noch nicht, ob ich nicht noch weitere Blessuren habe. Ich ziehe mein Musselinhemd aus. Wir checken meinen restlichen Körper. Mein kleiner Finger ist etwas dick und blau, doch sonst scheint alles gut gegangen zu sein.
Julia
„Wir fahren jetzt auf jeden Fall ins Krankenhaus“, sage ich zu meiner Schwester.
Mein erster (ziemlich blöder) Gedanke ist, dass Chris sie vielleicht auf ihrem Roller mitnehmen und ich noch einmal auf meinen Roller steigen könnte. Dann muss ich aber schnell feststellen, dass dies keine gute Idee ist und gehe in meinem Kopf alle möglichen Alternativen durch.
Glücklicherweise ist die Frau von der Apotheke super süß und hilfsbereit. Sie bietet uns an, die Frau vom Rollerverleih zu kontaktieren damit die Roller abgeholt werden.
Auch die anderen Rollerfahrer, die mit uns angehalten haben, sind super hilfsbereit. Die beiden Französinnen, die meiner Schwester eine Cola spendiert haben, fragen, ob es okay ist, wenn sie jetzt gehen. Zu Chris sagen wir, dass sie sich bitte einen schönen Tag am Strand machen soll und wir jetzt erstmal ins Krankenhaus fahren möchten, doch Chris bleibt noch eine Weile bei uns.
Ich laufe an den Straßenrand und frage zunächst einen Mann mit einem Transporter, ob er uns vielleicht mitnehmen kann. Als er für die Fahrt, die – so denke ich – nur ca. drei Minuten dauert, 400 Baht verlangt, lehne ich ab. Das hat übrigens nichts damit zu tun, dass ich geizig bin, sondern dass ich Prinzipien habe. Wer uns in solch einer Situation noch abzocken will, soll sich bitte dahin verpissen, wo der Pfeffer wächst.
Dann laufe ich einmal um das kleine Apothekengebäude herum und über einen schmalen, sandigen Gang auf ein Fenster eines auf einer Plattform gebauten Hauses zu, an dem gerade ein Mann sitzt und mir freundlich entgegenlächelt. Er spricht leider nur gebrochen Englisch. Ich frage ihn, ob das sein Tuk-Tuk sei, das neben der Apotheke geparkt ist. Er erklärt mir, dass dieses Tuk-Tuk zwar nicht mehr in Gebrauch ist, aber er jemand anderes kontaktieren könne, um uns zu helfen.
„Bill ask my sista!“
Inzwischen haben sich auch seine Frau und wahrscheinlich seine Tochter dazugesellt und versuchen, mir zu helfen. Als er fragt, ob er den Krankenwagen rufen soll, verneine ich. Ich bedanke mich nett und laufe dann wieder zurück zu Chris und Marieke.
Dann kommt jedoch von der anderen Seite eine der beiden Frauen auf uns zu, die soeben mit dem Mann in der Wohnung stand. Sie drückt mir ein Handy in die Hand und am anderen Ende der Leitung ist eine netten Thailänderin, die mir anbietet, uns zum zwölf Kilometer entfernten Krankenhaus zu fahren.
Marieke:
Julia versucht bereits, eine Gelegenheit zu finden, wie wir ins Krankenhaus kommen, da sie - obwohl ich mich mehrfach dagegen wehren wollte- unbedingt mit mir ins Krankenhaus fahren will, um mich abchecken zu lassen. Ich bin weiterhin komplett dagegen, weil ich den thailändischen Bedingungen nicht sonderlich traue. Sie besteht jedoch des Öfteren darauf und sagt, dass wir jetzt ohne Wenn und Aber unbedingt ins Krankenhaus müssen und dass wir das jetzt auf jeden Fall machen - egal, was ich sage.
Ich sage: „Naaaa gut. Dann fahren wir eben ins Krankenhaus. Wird ja wohl nicht so schlimm sein!“
Nachdem uns der erste Fahrer, den wir angesprochen haben, abzocken wollte, überlegen wir, was unsere Alternativen sein könnten.
Dann fällt es mir wieder ein: Es gibt doch den Tuk-Tuk-Fahrer, der mir vor dem Crash meine Sicht versperrt hat als ich abbiegen wollte. Das Tuk-Tuk steht immer noch an derselben Stelle und ich sage zu meiner Schwester, dass es ja vielleicht die Möglichkeit gäbe, dass uns dieser Tuk-Fahrer zum Krankenhaus fahren könnte.
Julia:
Während wir also darauf warten, abgeholt zu werden, laufe ich auf die andere Straßenseite wo immer noch unsere Roller stehen. Ich will mir einen kurzen Überblick über das Dilemma verschaffen. Dann erblicke ich einen jungen Mann, der offensichtlich nach etwas sucht. Mein erster Gedanke ist, dass er vielleicht auf der Suche nach Rollerteilen sein könnte, die beim Sturz verloren gegangen sind. Nur um kurze Zeit später tatsächlich feststellen zu müssen, dass der jetzt geparkte Roller von Marieke inzwischen wirklich nur noch einen Spiegel hat.
Allerdings sucht der Mann gerade nicht etwa irgendwelche Rollerteile auf dem von Unkraut überzogenen Sandboden, sondern seinen Schlüssel, den ich aus Versehen für meinen gehalten und mitgenommen habe.
„Oh, sorry, nicht meine Absicht“, sagte ich und drücke ihm den Schlüssel in die Hand.
Dann inspiziere ich den Roller und scanne akribisch die Umgebung ab. Ich entdecke den fehlenden Spiegel hinter der Infotafel versteckt im Gebüsch. Ich schnappe ihn mir und packe ihn zurück auf den Roller als wäre nichts passiert. Blöd nur, dass auch das rechte Licht nicht mehr an Ort und Stelle zu sein scheint und der Roller an der Seite verkratzt ist.
Wie zum Teufel konnte das nur passieren?!
Ich schnappe mir alle Sachen, die wir im Roller verstaut haben und gehe zurück auf die andere Straßenseite. Dort wartet schon ein Mann auf uns, der uns zum Krankenhaus fahren will.
Während wir dem Mann die Situation schildern (auch wenn ich für diesen skurrilen Crash gar nicht so richtig Worte finde), kümmert sich jemand anderes unterdessen darum, unsere Roller auf unsere Straßenseite zu bringen und vor der Apotheke zu parken. Die süße Apothekenfrau sagt uns, sie hätte bereits den Massagesalon, bei dem wir die Roller geliehen haben, kontaktiert und man würde die Roller später hier abholen. Wir sollen sie also einfach hier lassen.
Was werden die süßen Massageladies wohl über uns denken nachdem „You never see me again“ Realität geworden ist?
Wir haben es nicht einmal 10 Minuten geschafft, unfallfrei den Weg über die Insel zu bestreiten und meine Schwester ist direkt mit dem Kopf an der ersten Gabelung in die erstbeste Infotafel gecrasht, weil sie die Bremse mit dem Gaspedal verwechselt hat.
Das kann man doch niemandem erzählen außer vielleicht dem Drehteam von „Versteckte Kamera“.
Marieke:
Wir verabschieden uns von Chris und wünschen ihr noch einen schönen Tag am Strand (hätten wir auch haben können) und machen uns auf den Weg Richtung Krankenhaus.
Nach einer Fahrt mit höllischen Rückenschmerzen kommen wir also beim Krankenhaus an. Der nette Thailänder, der uns mitgenommen hat, lässt uns raus und wünscht mir noch alles Gute. Dann laufen wir zur Anmeldung des Krankenhauses, bei dem wir gerade angekommen sind.

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