Sonntag, 29. Oktober 2023

Wasini Island 1/2

RRRUMMMS", werde ich aus meinen Schlaf gerissen. 

"Ist hier jemand eingebrochen?", frage ich mich und schaue mich um. Ich merke, wie mein Puls in die Höhe schießt und sitze aufrecht unter meinem Fliegengitter im Bett. Ich glaube, ich bin ein wenig traumatisiert von dieser komischen Zwischentür und der sich bewegenden Türklinke auch wenn ich ja gar nicht mehr in derselben Unterkunft bin. 

Es hat sich so angehört als wäre gerade jemand vor dem Fenster, das rechts neben meinem Bett ist. Ich traue mich gar nicht, den Vorhang zur Seite zu schieben, denn auch hier gibt es nur Fliegengitter und keine Fensterscheiben. Ganz ruhig bleiben.

Ich denke nach. 

Und dann poltert es nochmal. Und nochmal. Und nochmal.

Also eigentlich kann hier niemand auf Fensterhöhe sein, weil ja die Unterkunft gar nicht ebenerdig ist, aber woher kommen diese Geräusche?

Tok. Tok. Tok.

Ich schiebe den Vorhang einen kleinen Spalt zur Seite und sehe, wie eine Affenbande scheinbar gerade eine Party vor meinem Fenster feiert. Da ist doch tatsächlich gerade einer dieser Affen auf das Wellblechdach und dann an mein Fenster gesprungen. 

Könnt ihr mich bitte beim nächsten Mal vorwarnen damit ich mich nicht so erschrecke?

Wer nur Tauben gewohnt ist, der rechnet ja nicht unbedingt damit, von Affen geweckt zu werden. Aber halloho, ich bin ja in Afrika. Das habe ich gerade für einen kurzen Moment vergessen an diesem mal wieder übertrieben heißen Morgen in Karen's Apartment.

Ich schaue auf die Uhr. Es ist 5:30 Uhr. 

Noch zwei Stunden, bis ich für meine Wasini Island Schnorcheltour abgeholt werde. Genug Zeit also, um nochmal kurz die Augen zu schließen.

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"Ich bin da", lese ich um 11 Minuten nach 7 auf meinem Handy-Display. "Meinte der nicht, dass ich um 7:30 Uhr abgeholt werde?", frage ich mich und packe schnell meine Sachen.

"Wait!", antworte ich und bin ein wenig genervt davon, dass halb 8 vereinbart ist und ich scheinbar jetzt schon abgeholt werde. Uhrzeiten sind nach meiner bisherigen Erfahrung in Afrika immer recht willkürlich. Halb 8 kann 7 ebenso wie 8:30 Uhr bedeuten und entweder man ist dann zu spät dran obwohl man eigentlich offiziell pünktlich ist oder man wartet "nur ganz kurz". Aber wie lange "ganz kurz" sein kann, hat man glaube ich ganz gut gesehen als ich mit Simi den Kaffee bestellt habe und es locker 15 Minuten gedauert hat, obwohl im ganzen Café nichts los war.

Ich schnappe mir meinen Rucksack, laufe die kleine Betontreppe nach unten, verriegle schnell das Metalltor und laufen vorbei an den Affen zum Tandoori Restaurant. Mein Ansprechpartner namens Kweli wartet dort bereits auf mich. 

"Hast du nicht 7:30 Uhr gesagt?", frage ich. "Yes. Also ja, aber ich wollte dich sehen", antwortet der Mann im einfarbigen, roten Poloshirt und lehnt sich grinsend gegen die weiße Mauer vor dem Restaurant. "Mein Onkel fährt heute und ich wollte die Gelegenheit nutzen, um dich uuuuunbedingt auch noch kurz persönlich kennenzulernen", fügt er mit breitem Lächeln hinzu. 

Ich rolle innerlich mit den Augen. Dann drücke ich ihm 90 € in die Hand und bitte ihn, mir das Wechselgeld einfach in Schilling zu geben.

Erst diese wildgewordenen Affen am Morgen und dann dieses unnötige Rumgestresse damit ER mich noch kurz begutachten kann bevor sein Onkel mich abholt. Und dafür ist er nun extra vorbeigekommen als ob ich eine Attraktion aus dem Zoo wäre. Vielleicht hat er auch gehofft, dass ich ihn auch heiß finde und spontan heiraten will. Bei Kenianern weiß man ja nie.

Wir plaudern eine Weile, um die jetzt neu gewonnene Zeit zu überbrücken, denn es dauert ja schließlich noch etwas. Dann klettere ich um 7:40 Uhr zu seinem Onkel in den weißen Bulli, der auf der gegenüberliegenden Seite wartet. 

"Sag mal, reist du allein?", fragt mich eine Frau mit französischem Akzent, die gerade mit ihren beiden Söhnen beim Diani Sea Lodge Hotel zugestiegen ist. 

"Ähh, ja", antworte ich und wir quatschen ein bisschen auf der Fahrt zu den anderen Hotels.

Wir sammeln noch ein Pärchen aus Tirol samt ihrer Tauchausrüstung und zwei Kenianer ein. Dann sind wir vollständig.

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Etwa 1,5 Stunden später kommen wir in Shimoni an. Dort werden wir mal wieder von Verkäufern belagert, die Getränke in Putzeimern herumtransportieren und uns einen eiskalten, aber völlig überteuerten Drink andrehen möchten. "Leeeetzte Chance. Auf dem Boot gibt's nix." 

Stand nicht eigentlich in der Tagestour-Beschreibung, dass es Soft-Drinks und Wasser gibt?

Ich schüttel den Kopf. "Nein, danke."

Wir werden wenigen Minuten später über einen Steg zum Boot geführt als mich ein Mann fragt, welche Schuhgröße ich habe. "36? 40? 39?"

"Hier. Schwimmflossen! Letzte Chance, sie zu leihen. Cheap, cheap."

Stand nicht eigentlich in der Tagestour-Beschreibung, dass die komplette Ausrüstung inbegriffen ist? 

Na das kann ja wieder lustig werden. 

Was man an dieser Stelle wissen muss: Die Afrikaner (zumindest die,die ich hier kennengelernt habe) nehmen das mit den Beschreibungen nicht so genau. Selbst wenn man in ein Café geht, kann es sein, dass man eine Kuchenkarte bekommt, aber es keinen einzigen Kuchen gibt. Daher sollte man am besten immer nachfragen bevor man sich auf ein saftiges Stück Carrot Cake freut und dann vor einer leeren Vitrine steht, weil es reeeeein zufälligerweise an mehreren aufeinanderfolgenden Tagen keinen Kuchen gibt und wahrscheinlich auch in der gesamten 20 jährigen Karriere des Cafés nie gab.

Ich habe gar keine Zeit, über die Schwimmflossen nachzudenken, weil der andere Teil der Gruppe bereits weitergelaufen ist. Wird also schon passen.

Dann kommen wir zum Boot. 

Die Beschreibung: "At Shimoni, embark on the traditional arabic style motorized dhow starting with a comfortable cruise through the Wasini Island channel as you sail towards Kisite Island. Kisite Marine Park is home to a resident school of dolphins and sightings are usually good occurring on average 6 days out of 7. The crew onboard will be on the lookout to try and spot these dolphins for you." 

Das bedeutet so viel wie: "Genieße den unvergleichlichen Ausblick auf die Delfine (6 von 7 x sind sie da!) während der komfortablen Fahrt mit einem traditionellen Segelboot."

Die Realität ist allerdings das hier: Ein kleines Schrott-Motorboot, wo der Kapitän Benzin mit einem Schlauch aus einer leeren Wasserflasche zieht. Ist also fast das Gleiche würde ich sagen. Ich frage mich, in welch geistiger Umnachtung die Tourbeschreibung verfasst wurde. Komfort = 3 Holzbänke, auf denen wir zusammengequetscht mit 8 Leuten, 3 Tourguides und Tauchequipment sitzen sollen. 

Das erinnert mich ja ein bisschen an meine Bootstour in Indonesien, wo ich auch jeden Moment dachte, dass das Boot gleich über die Wupper geht. Und damals haben wir sogar auf dem Boot übernachtet!

Ich klettere auf das wacklige Boot und schalte in Gedanken schon mal die Titanic-Musik an. Dann nehme ich Platz.

Frei nach dem Motto: Tausche entspannten Segeltörn gegen kontrollierten Schiffbruch.

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"Wer taucht heute?", fragt uns einer der Männer und blickt in die Runde. Die beiden Österreicher und ich heben die Hand. "Ok, na dann kommt mal kommt her", sagt er und bittet uns, im vorderen Teil des Bootes zwischen den Sauerstoffflaschen, Tauchwesten und Neoprenanzügen Platz  zu nehmen. 

"Also erstmal informiert mein Kollege die Schnorchelleute über den Ablauf und dann kriegt ihr das "Bla Bla" von mir", grinst er.

Wir nicken.

"Wie oft seid ihr denn schon getaucht?", frage ich Walter und seine Frau. "Ich 150 x und Walter 400 x", antwortet Irina. 

"Wow", sage ich. "Dann seid ihr ja Profis! Ich bin bestimmt 4 Jahre nicht mehr getaucht. Vielleicht auch 6. Ich weiß das gar nicht mehr."

Na hoffentlich macht der Typ noch eine vernünftige Einführung, wünsche ich mir.

"Wie viele Tauchgänge hast du?", fragt mich Banda. Seinen Namen kann ich mir super merken, denn erst heißt ja zufälligerweise genau wie diese Schrottunterkunft von vorletzter Nacht und fällt auch in die gleiche Kategorie wie sich später herausstellen wird.

"Ähhh. Vielleicht 40?", sage ich. Vielleicht aber auch 30 oder 20. Ich habe keine Ahnung da ich irgendwann mit meinem Logbuch auch den Überblick verloren habe.

"Ok. Das passt. Hast du Schwimmflossen und eine Taucherbrille dabei?"

"Nee. Die sind ja inbegriffen oder etwa doch nicht?!", sage ich. Mich würde jetzt zumindest nichts mehr wundern.

Banda beginnt, in seinem Haufen an Tauchequipment zu kramen und wühlt dabei in Tauchflaschen, Bleigurten und Neopren herum.

"Hier. Perfekt! Hier sind Flossen für dich", sagt er und überreicht mir ein paar viel zu kleine Flossen.

"Ähh", sage ich und blicke auf das viel zu kleine Paar. "Ich habe Größe 40". 

"No Problem", erwidert er und quetscht meinen Fuß in den Gummi-Füßling. 

"Ey. Aua. Brennt dem eigentlich der Helm?", denke ich und schaue auf meinen Fuß, der jetzt zu einem Drittel vorne aus der Flosse herausragt.

"Schöne bunte Nägel. Das gefällt bestimmt den Fischen", witzelt sein Kollege, der im hinteren Teil des Bootes sitzt.

"Das passt nicht!", sage ich.

"Aaaach. Unter Wasser wird es sich nicht so schlimm anfühlen", lacht er.

"Bin ich Cinderella oder was?", erwidere ich und ziehe die Flossen wieder aus. Dieser Verein hier scheint echt bestens auf diese Tour hier vorbereitet zu sein.

Kurze Zeit später quetsche ich mich in den Neoprenanzug, der tatsächlich einigermaßen passt und schaue zu, wie die beiden Österreicher auf 1 qm Fläche versuchen, sich umzuziehen. "Was ein Scheiß", sagt Walter zu seiner Frau auf Deutsch. "Ich hab ja gedacht, man könnte sich hier irgendwo noch vernünftig umziehen."

Pustekuchen, aber es kommt noch besser.

Wir schauen Banda zu, wie er verzweifelt versucht, das Tauchequipment von Walter und seiner Frau mit den Sauerstoffflaschen zu verbinden. Sie haben nämlich ihre eigenen Westen, Flossen und Brillen dabei. Sogar eine Taucherbrille mit Sehstärke und Kamera-Aufsatz hat Walter am Start. "Richtig cool!", sage ich.

"Mist!", das passt nicht, regt sich Banda auf. Nach dem 4. Versuch, die Flasche mit Walter's Tauchweste zu verbinden, fuchelt er jetzt mit einem rostigen Schraubenzieher herum.

"Nur in Afrika haben die dieses veraltete Kacksystem", regt sich Walter auf.

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Nachdem Banda es doch irgendwie geschafft hat, 3 funktionsfähige Tauchausrüstungen zu bauen, nickt Walter. Es ist ihm anzumerken,dass er inzwischen auch schon leicht genervt ist. "Ok", sagt er und schüttelt kurze Zeit später den Kopf.

Ich setze mich auf den Rand des Bootes und ziehe meinen Bleigürtel, die zu kleinen Schwimmflossen und die Tauchjacke an. 

"Seid ihr bereit? Habt ihr noch Fragen?!", grinst Banda uns an als auch Walter und seine Frau komplett ausgestattet sind.

"Also wir lassen uns dann gleich hier jeweils rückwärts vom Boot fallen. Maske und Mundstück festhalten und ciao. Ok?"

Ich nicke. "Aber bitte langsam, ok?".

Ich bin schließlich zig Jahre nicht getaucht.

Dann setze ich die Taucherbrille auf, nehme das Mundstück in den Mund und lasse mich nach hinten über den Rand des Bootes in das angenehm warme Wasser fallen.

Es ist richtig seltsam, wenn man eine gefühlte Ewigkeit nicht getaucht ist und dann so wenig an die Hand genommen wird, aber wird schon irgendwie passen. So ganz verlernt man es ja - ähnlich wie Radfahren - nie.

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Zschhhhhhhh

Ich lasse die Luft aus meiner Jacke und tauche langsam ab. Dabei schaue ich auf Banda und nehme ein paar tiefe Atemzüge. 

Banda schaut mich an und macht das Taucher-Ok. Ich presse meinen Zeigefinger auf meinen Daumen, forme einen Kreis und nicke. Alles ok.

2 Meter

5 Meter 

8 Meter

12 Meter

14 Meter

15 Meter

Am Meeresboden angekommen, muss ich mich erstmal orientieren. Dann schwimmen wir los. Ich bleibe dabei links von Banda und die beiden Österreicher schwimmen hinter uns.

Allerdings gibt es da so ein kleines Problemchen. Was an sich nicht so dramatisch ist, wenn man einen gut vorbereiten Tauchlehrer hat. Ich merke relativ schnell, dass ich nicht genug Blei dabei habe und mit jedem Einatmen Richtung Wasseroberfläche aufsteigen. Ich überprüfe, ob noch Restluft in meiner Weste ist. 

Fehlanzeige.

Also paddel ich ein bisschen stärker mit meinen Flossen und schwimme Richtung Meeresboden. Als mich Banda nochmal anschaut und fragt, ob alles ok sei, sieht er schon von sich aus, dass ich nicht in einer waagerechten Haltung, sondern mich leicht mit dem Hinten in der Luft in Schräglage fortbewege.

Er nimmt ein 0,5 kg Stück Blei aus seiner Weste, öffnet meinen Klettverschluss und lässt das Gewicht in meine Tasche gleiten.

Puh. Jetzt sollte es leichter sein, denke ich.

Normalerweise schwebt man nämlich beim Tauchen im Wasser, wenn man perfekt ausbalanciert ist.

Allerdings bin ich das immer noch nicht und muss weiterhin viel zu viel Kraft aufwenden, um nicht wie ein Luftballon zurück an die Oberfläche zu treiben.

"Ey...ich bin immer noch zu leicht!", versuche ich ihm zu vermitteln, aber er schwimmt einfach weiter. Ich fühle mich wie ein Ballon, der mit jedem Einatmen nach oben gezogen wird und versuche daher, extra ein bisschen flacher zu atmen damit ich nicht soviel Auftrieb habe. Atme ich ein, treibe ich nach oben und beim Ausatmen sinke ich wieder in Richtung der Korallen, über denen wir gerade tauchen.

Ich merke, dass ich so langsam unentspannt und wütend werde und die Fische um mich herum weder richtig wahrnehmen, noch genießen kann. 

Und je wütender ich werde, desto mehr bin ich im Ungleichgewicht, weil ich schneller atme und damit zu viel Luft in meiner Lunge ist.

Ich schaue auf mein Barometer. Noch 150 Bar. Also noch 100 Bar, bis wir wieder auftauchen und der Tauchgang beendet ist.

Banda schaut mich an. "Alles ok?", fragt er per Unterwasser-Zeichen. Ich versuche, ihm noch einmal zu verklickern, dass ich zu wenig Gewicht habe und stelle dann fest, dass er offenbar nicht richtig vorbereitet ist und kein zusätzliches Gewicht mehr mitgenommen hat. 

Stattdessen spielt er nun an meiner Weste herum und fordert mich auf, Luft aus der Jacke zu lassen, obwohl diese bereits leer ist.

Wir schwimmen ein paar Meter weiter. Am liebsten würde ich diesen Kack-Tauchgang abbrechen, weil das so echt keinen Spaß mehr macht, aber ich will es den Österreichern auch nicht vermiesen. Nur noch 70 Bar bis nur noch 50 Bar Luft übrig sind und wir eh auftauchen müssen. Das find vll noch 25 Minuten.

Also tauchen wir weiter. Ich versuche, mich ein wenig zu beruhigen und nicht zu krass aufzuregen und schaue mir die grau-gelben Fische an, die gerade an mir vorbeischwimmen.

Trotzdem denke ich zwischendurch immer wieder: Was für ein dämlicher egoistischer Kack-Piss-Pseudo-Tauchlehrer mit seinem brüchigen Schrottboot. Jetzt weiß ich endlich wieder, warum ich so dämliche Touri-Trips einfach direkt sein lassen sollte.

Rrruuuuuhig bleiben, Julia. Noch 60 Bar.

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Als Banda uns das Zeichen gibt, dass wir jetzt auftauchen, bin ich richtig happy. Ich hatte zwar schon so einige beschissene Tauchgänge, aber Tauchen mit zu wenig Gewicht ist wie der Versuch, eine ganz gemütliche Radtour bei 20 Grad Steigung zu machen und einfach nur nervig.

15 Meter

14 Meter

13 Meter

Wir lassen langsam mehr und mehr Luft in unsere Westen und dann ploppen wir irgendwann alle zusammen an der Oberfläche auf.

Ich nehme meine Taucherbrille ab. 

"Wie war's?", sagt Banda und ich kann es nicht zurückhalten, "einfach scheiße" zu antworten.

Er lacht und fragt: "Warum?"

Na warum wohl. Ich hatte einfach viel zu wenig Gewicht dabei!

Wir schauen uns um.

"Wo ist das Boot?", frage ich und drehe mich einmal im Kreis. 

"Ja, wo ist das Boot?", wiederholt Walter.

Normalerweise ist es so, dass sich das zuständige Boot nach einem Tauchgang immer in der unmittelbaren Nähe befindet, um die Taucher nach dem Tauchgang wieder einzusammeln.

Jetzt hingegen ist in direkter Nähe weder ein Boot, noch das Ufer zu sehen. 

Stattdessen entdecken wir in etwa 1 km Entfernung viel zu weit von uns entfernt eine Ansammlung weißer Boote während wir mit dem Rhythmus der Wellen auf dem offenen Meer herumtreiben.

"Und jetzt?!", frage ich.

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