Sonntag, 14. Dezember 2014

Auf Dschungel-Safari in Koh Samui



„Sind die völlig bescheuert?!“, denke ich mir, als der Bus mit der Aufschrift „Major Jungle Safari“ bereits zum dritten Mal an mir vorbeirauscht. Es ist 9:45 und ich sollte bereits um 9:15 Uhr abgeholt worden sein. Noch vor zehn Minuten hatte mir die Frau am Telefon in ihrem broken English versucht zu erklären, dass ich genau jetzt abgeholt werden würde. Denn sie hätten mich schließlich nicht finden können und bereits „sooo long“ gewartet.

Ich stapfe mit meinem gelben Shirt wütend in eine Bäckerei, frage mich, ob ich heute vielleicht besser neonpink hätte tragen oder mit Beleuchtung an der Straße stehen sollen. Dann bitte ich die kleine Thailänderin mit der weißen Schirmmütze und der Aufschrift „Magic bar“ (seltsamer Name für eine französische Bäckerei), für mich einen Anruf zu erledigen und den Vollidioten von der Jungle Company, bei denen ich eine Tour gebucht hatte, einfach kurz mitzuteilen, dass sie Vollidioten sind. 

Oder sie alternativ freundlich darauf hinzuweisen, dass sie das Mädchen mit dem knallgelben Shirt ohne zusätzlich Beleuchtung vergessen haben. Und dass sich das Mädchen gerne noch einmal winkend mit einer Flagge auf die Straße legt, um beim nächsten Mal nicht übersehen werden zu können.

Die kleine Magic-französische-Croissant-Bar-Inhaberin schaut mich mit großen Augen an. Dann teilt sie mir mit, dass der Tourbus bereits zum Buddha gefahren ist und dass ich die Tour gern an einem anderen Tag machen könne.

„Wenn der weltbeste Jungle Bus nicht zu mir kommt, dann komme ich eben zu ihm“, denke ich mir und halte den nächsten Rollerfahrer an. Ich bitte ihn, mich schnellstmöglich zum Buddha zu fahren und der „Best jungle tour in town“ Mannschaft mitzuteilen, dass sie beim Buddha auf das wütende Mädchen mit dem knallgelben Shirt warten sollen.



Als ich 10 Minuten später beim Buddha ankomme, bin ich nicht nur froh, den „Major Jungle Safari Bus“ zum vierten Mal an diesem Tag zu sehen, sondern auch glücklich, dass ich die Rollerfahrt mit dem „best scooter driver in town“ überlebt habe. Ich drücke ihm 150 Baht in die Hand, bedanke mich für die schnelle Fahrt und schließe mich der Gruppe an, die bereits im Jeep auf mich wartet.

Wir fahren zu weiteren Tempeln, schauen uns Wasserfälle und Steinformationen an, reiten auf Elefanten durch knietiefes Gewässer, machen ein Foto mit einem Tiger und umrunden mit dem Jeep die Insel, die ein Meer aus Palmen und Sand ist. 

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