„Sind die völlig bescheuert?!“, denke ich mir, als der
Bus mit der Aufschrift „Major Jungle Safari“ bereits zum dritten Mal an mir vorbeirauscht.
Es ist 9:45 und ich sollte bereits um 9:15 Uhr abgeholt worden sein. Noch vor
zehn Minuten hatte mir die Frau am Telefon in ihrem broken English versucht zu
erklären, dass ich genau jetzt abgeholt werden würde. Denn sie hätten mich schließlich
nicht finden können und bereits „sooo long“ gewartet.
Ich stapfe mit meinem gelben Shirt wütend in eine
Bäckerei, frage mich, ob ich heute vielleicht besser neonpink hätte tragen oder
mit Beleuchtung an der Straße stehen sollen. Dann bitte ich die kleine
Thailänderin mit der weißen Schirmmütze und der Aufschrift „Magic bar“
(seltsamer Name für eine französische Bäckerei), für mich einen Anruf zu erledigen
und den Vollidioten von der Jungle Company, bei denen ich eine Tour gebucht
hatte, einfach kurz mitzuteilen, dass sie Vollidioten sind.
Oder sie alternativ freundlich darauf hinzuweisen, dass
sie das Mädchen mit dem knallgelben Shirt ohne zusätzlich Beleuchtung vergessen
haben. Und dass sich das Mädchen gerne noch einmal winkend mit einer Flagge auf
die Straße legt, um beim nächsten Mal nicht übersehen werden zu können.
Die kleine Magic-französische-Croissant-Bar-Inhaberin schaut
mich mit großen Augen an. Dann teilt sie mir mit, dass der Tourbus bereits zum
Buddha gefahren ist und dass ich die Tour gern an einem anderen Tag machen
könne.
„Wenn der weltbeste Jungle Bus nicht zu mir kommt, dann
komme ich eben zu ihm“, denke ich mir und halte den nächsten Rollerfahrer an.
Ich bitte ihn, mich schnellstmöglich zum Buddha zu fahren und der „Best jungle
tour in town“ Mannschaft mitzuteilen, dass sie beim Buddha auf das wütende
Mädchen mit dem knallgelben Shirt warten sollen.
Als ich 10 Minuten später beim Buddha ankomme, bin ich
nicht nur froh, den „Major Jungle Safari Bus“ zum vierten Mal an diesem Tag zu
sehen, sondern auch glücklich, dass ich die Rollerfahrt mit dem „best scooter
driver in town“ überlebt habe. Ich drücke ihm 150 Baht in die Hand, bedanke
mich für die schnelle Fahrt und schließe mich der Gruppe an, die bereits im Jeep
auf mich wartet.









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