Samstag, 6. Dezember 2014

Guten Morgen, Thailand!



„Joooolia, du wolle gar niech aufstehe?“, werde ich um 8:30 Uhr nach nur drei Stunden Schlaf aus meinen Träumen gerissen.

Mimi steht in der Zimmertür und schaut mich gut gelaunt an. Mit ihr starrt ein weiteres Augenpaar auf mich, als wäre ich der neue Eisbär im Wuppertaler Zoo.

„Dasse Flau von mein Sohn. Du maken dich fertik und komme mit flühstücke? In eine Stunde wir hole dich“, sagt sie und verschwindet auch direkt wieder.

Ich brauche ein wenig, um zu realisieren, wo ich gerade überhaupt bin.

Nach einer verspäteten Ankunft in Bangkok mit einer Luftfeuchtigkeit wie im Gewächshaus, einer 2,5-stündigen Fahrt durch die Pampa mit Mimi’s Bruder und einem ekelhaften Hühnerklößchen-Zwischensnack an der Tankstelle erwache ich zum ersten Mal in Thailand.

In einem fremden Land, in einem fremden Bett und geweckt von einer fremden Frau, mit der ich mir Bett und Bettdecke geteilt habe.

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