„Joooolia, du wolle gar niech aufstehe?“, werde ich um
8:30 Uhr nach nur drei Stunden Schlaf aus meinen Träumen gerissen.
Mimi steht in der Zimmertür und schaut mich gut gelaunt
an. Mit ihr starrt ein weiteres Augenpaar auf mich, als wäre ich der neue
Eisbär im Wuppertaler Zoo.
„Dasse Flau von mein Sohn. Du maken dich fertik und komme
mit flühstücke? In eine Stunde wir hole dich“, sagt sie und verschwindet auch
direkt wieder.
Ich brauche ein wenig, um zu realisieren, wo ich gerade
überhaupt bin.
Nach einer verspäteten Ankunft in Bangkok mit einer
Luftfeuchtigkeit wie im Gewächshaus, einer 2,5-stündigen Fahrt durch die Pampa
mit Mimi’s Bruder und einem ekelhaften Hühnerklößchen-Zwischensnack an der Tankstelle
erwache ich zum ersten Mal in Thailand.
In einem fremden Land, in einem fremden Bett und geweckt
von einer fremden Frau, mit der ich mir Bett und Bettdecke geteilt habe.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen