„Where are you travelling to?“, fragt mich der Italiener
Ivan während er ein Toast mit grünem Pudding isst. Ich schaue ihn – bzw. sein
grünes Puddingbrot – verwirrt an und gebe ihm erst nach einigen Sekunden eine
Antwort auf seine Frage. „You wanna try some?“, fragt er mich und drückt mir
ein klebriges Stück Toast in die Hand. Auch nach meinen Ess-Erlebnissen mit
Mimi muss ich immer wieder feststellen, dass der Geschmack in diesem Land irgendwie
seltsam ist.
Bewaffnet mit meinem grünem Backpack auf dem Rücken und
grünem Toast in der Hand, gehen wir gemeinsam zur Fähre, die nach Koh Phangan
führt.
Als wir auf der Insel ankommen, teilen wir uns ein Taxi
und fahren zur „Rock Bar“, wo wir uns jeder ein Bungalow direkt am Strand buchen,
an dem noch vor drei Tagen die „Fullmoon-Party“ stattfand.
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Ivan hat den lustigen Einfall, einen Roller zu mieten und
damit die Insel zu erkunden. Weil die meisten Backpacker direkt nach der
Fullmoon-Party abgereist sind, ist es auf den Straßen relativ ruhig, so dass
ich es für eine gute Idee halte, hier zum ersten Mal in meinem Leben auf einen Roller
zu steigen.
Nachdem ich fast in eine Bungalow-Wand fahre und
rückwärts von einem Sandhügel falle, weil ich beim Stehenbleiben vergesse, die
Bremse anzuziehen, werde ich mit einem Puls von gefühlt 180 etwas sicherer auf
meinem kleinen Karla-Kolumna-Mobil. Ich sehe mich zwar gedanklich schon bei nur
20 km/h an irgendeiner Leitplanke zerschmettert mit der Schlagzeile, dass der
dämlichste Rollerfahrer endlich auf Koh Phangnan angekommen ist und man zu
seiner eigenen Sicherheit besser die
Insel verlassen sollte, aber bin unversehrt, als wir den Roller einige Stunden
später wieder vor den Bungalows parken.
Am Abend sitzen wir mit Gia aus England und Rebecca aus Kanada
am Strand. Wir teilen uns einige „Buckets“ (kleine Eimerchen mit Longdrinks),
die wir uns in den Strandbars kaufen und beobachten die Feuershow.
Der Strand ist so leer, dass ich es mir nicht vorstellen
kann, dass hier noch vor wenigen Tagen 15.000 Menschen gefeiert haben während
ich mit Mimi Krabbenaugen aß.
Dennoch haben wir einen richtig guten Abend. Rebecca und
ich tanzen bis in den Morgen auf den Tischen am Strand, auf der Bar und im
Sand.










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